20.06.2016, 06:58 Uhr

Hosen waren 40 Jahre lang Begleiter

Mit 30. Juni schließt die Unternehmerin Elfriede Verhounig das Hosenzentrum Verhounig für immer (Foto: Friessnegg)

Mit 30. Juni schließt das Hosenzentrum für immer seine Türen. Elfriede Verhounig war 40 Jahre im Geschäft.

FELDKIRCHEN (fri). Noch bleiben Elfriede Verhounig ein paar Tage, um ihre Kunden – viele halten ihr bereits seit Jahrzehnten die Treue – mit passenden Hosen auszustatten. "Wir haben 1976 in der Kirchgasse, direkt neben dem Café Saliterer, unser erstes Geschäft eröffnet", denkt die Geschäftsfrau zurück. "Jeans waren damals noch nicht so bekannt und mein Mann hat den Versuch gewagt. Es war ein Experiment, das voll eingeschlagen hat. Heute kann sich kein Mensch die Jeans aus der Modewelt wegdenken."


Mehrere Standorte

Weil es in der Tiebelstadt so gut lief, hat Felix Verhounig, der eigentlich gelernter Huf- und Wagenschmied war, expandiert und Filialen in Lienz, Klagenfurt, Tamsweg und Radenthein eröffnet. "Überall waren Hosen für Erwachsene und Kinder unser Hauptgeschäft", betont Verhounig. "Im Laufe der Jahre haben wir viele Trends kommen und gehen sehen. Jeans waren immer dabei!"


Aktiv im Wirtschaftsleben

Weitblick hätte ihr Mann immer gehabt, so meint Verhounig. Mehrere Übersiedlungen – 10. Oktoberstraße und zuletzt das Geschäft im eigenen Haus in der Kirchgasse – hätten für Belebung gesorgt. "Wir haben uns immer aktiv am Wirtschaftsleben Feldkirchens beteiligt. Mein Mann war Gemeinderat, regelmäßig waren wir mit unseren Modellen bei Modenschauen dabei oder sind als Sponsoren aufgetreten."


Abverkauf läuft

2006 hat sie das Geschäft von ihrem Mann, der im Vorjahr verstorben ist, übernommen. "Mode hat mich mein ganzes Leben lang begleitet und es hat mir sehr viel Spaß gemacht Kunden zu beraten. Wenn sie dann mit einer neuen Hose zufrieden nach Hause gegangen sind, war ich sicher, dass sich mein Einsatz gelohnt hat." Bis zum 30. Juni läuft noch der Abverkauf im Hosenzentrum Verhounig. "Die Ware, die übrigbleibt, werde ich dann der Caritas spenden", so die scheidende Unternehmerin, die mit einem lachenden und einem weinenden Auge die Pforten für immer schließt.
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