07.07.2016, 06:55 Uhr

Im Trinkwasser fühlen sich die Fische besonders wohl

Fischzüchter Markus Payr verzeichnet steigende Nachfrage nach heimischem Fisch (Foto: Friessnegg)

Seit 15 Jahren führt Markus Payr die Fischzucht Payr. Wasser und Fische begleiten ihn seit frühester Kindheit.

SIRNITZ (fri). "Eigentlich", so überlegt Markus Payr, "war immer schon klar, dass ich mir einen Beruf wähle, in dem ich mit Fischen und Wasser zu tun haben. Ich bin an der Tiebel aufgewachsen und so begleitet mich das nasse Element seit Kindheitstagen."

Artikulation unmöglich

Nach seinem Studium an der Universität für Bodenkultur hatte der Fischzüchter Glück und konnte die ehemalige Fischzucht Hammer übernehmen. Sukzessive begann er den Betrieb aufzubauen und für seine Fische ein Paradies im Gurktal zu schaffen. "Wir arbeiten mit lebenden Wesen. Da gehört viel Gefühl und Erfahrung dazu, denn ein Fisch kann sich nicht artikulieren und auf sich aufmerksam machen, wenn etwas nicht stimmt. Da ist der Züchter gefordert, denn zu spätes Reagieren kann mitunter tausenden von Fischen das Leben kosten", bringt Payr die sensible Materie auf den Punkt.


Quellwasser für die Anlage

Wichtig seien gutes Wasser, eine gute Fischhaltung – sprich saubere, gepflegte Teiche sowie qualitativ hochwertiges Futter. Das Wasser für seine Anlage bezieht der Fischzüchter aus einer eigenen Quelle. "Unsere Fische haben Trinkwasser mit einer Optimaltemperatur von 8°-9° Celsius zur Verfügung. Je kühler das Wasser ist, desto besser ist auch die Zellstruktur der Fische." Gemeinsam mit Züchtern aus dem Alpen-Adria-Raum arbeitet Markus Payr an einem Fischfutter zu arbeiten. "Derzeit wird der Futtermittelmarkt von asiatischen Konzernen dominiert. Wir wollen mit einem nachhaltigen Konzept die Wertschöpfung in der Region halten."

Interesse an Teichen steigt

Obwohl sein Beruf sehr zeitaufwendig ist, empfindet ihn der Fischzüchter, der zusätzlich ein Ingenieurbüro für Fischereiberatung betreibt, keineswegs als belastend. "Ich unterscheide nicht zwischen Arbeits- und Freizeit. Für mich ist alles Lebenszeit und mein Beruf füllt mich voll aus." Gerade im Bereich des Anlagenbaus würde die Nachfrage permanent steigen. "Fisch ist ein gesundes Lebensmittel aus der Region und viele Leute wollen die Fische im eigenen Teich schwimmen sehen."

Zahlen & Fakten

Fischzucht Payr
Haupt-Standort: Sirnitz
mehrere Produktionsstätten
Standbeine: Setzlingsproduktion, Speisefische für Gastronomie und Detailverkauf oder Wiederverkäufer, Fischereiberatung
Mitarbeiter: 6
Fischarten: Forellen – Bachforellen, Regenbogenforellen und Kärntner Laxn, Saiblinge – Bachsaiblinge, Seesaiblinge, Huchen, Störe, Krebse
Saisonal (in der Vorweihnachts- & Weihnachtszeit): Karfpen mit Nebenfischen (Hechte, Schleien, Zander, ...)
Wasserversorung Anlage Sirnitz: Reines Quellwasser mit einer Optimaltemperatur von 8°-9° Celsius
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