14.07.2016, 15:15 Uhr

Vom Lehrling hin zum eigenen Chef

Firmenchef Norbert Grabnegger mit den Lehrlingen Michelle Bretis (2. Lehrjahr) und Jeanine Lackner (3. Lehrjahr) (Foto: Friessnegg)

Facharbeiter sind gefragt. Viele Betriebe bilden Lehrlinge aus und sorgen so für eigenen Nachwuchs.

BEZIRK FELDKIRCHEN. Mit einer guten Berufsausbildung steigen die Chancen am Arbeitsmarkt. Gerade das duale Ausbildungssystem der Lehre ist ein österreichisches Erfolgsmodell und genießt international einen hervorragenden Ruf. „Wir haben im Bezirk viele Betriebe, die Lehrlinge ausbilden und damit für einen Nachwuchs an Facharbeitern sorgen“, erklärt der WK-Bezirksobmann Christof Zechner. Erfahrungswerte zeigen auch, dass die Lehrlinge nach Abschluss der Ausbildung im Ausland gefragt seien. „Österreichische Handwerker genießen einen sehr guten Ruf und ein Meister- ist mit dem Bachelor-Titel gleichzusetzen.“ Über die Lehre sei es, nach Erlangung des Meisterbriefes, auch jederzeit möglich sein eigener Herr zu werden. „Es gibt viele positive Beispiele von Unternehmern, die sich so einen gutgehenden Betrieb aufgebaut haben.“

Im Salon zuhause

Norbert Grabnegger ist als Chef von Intercoiffure Grabn-egger ein gutes Beispiel dafür, wie weit man es mit einer Lehre, Ehrgeiz und Liebe zum Beruf bringen kann. Er leitet erfolgreich einen Frisörsalon in Feldkirchen und bildet ständig Frisör-Nachwuchs aus.
Derzeit sind vier Lehrlinge im Betrieb. Die 18-jährige Jeanine Lackner und die 16-jährige Michelle Bretis haben ihre Entscheidung eine Frisör-Lehre zu beginnen noch keinen Tag bereut. „Ich finde es toll, wie man Menschen verändern kann und sie damit glücklich macht“, sagt Jeanine, die bereits im 3. Lehrjahr ist.
Auch für Michelle gab es nie einen Zweifel: „Ich kann kreativ sein und möchte in jedem Fall als Frisörin weiterarbeiten, weil ich sehr kommunikativ bin und ständig Leute um mich habe.“

Über den Dächern

Für Dachdeckermeister Franz Werdinig ist es nicht immer einfach Lehrlinge zu finden. Das sei vielfach auch auf die nicht immer einfachen Arbeitsbedingungen zurückzuführen. Immerhin seien seine Mitarbeiter allen Witterungsverhältnissen ausgesetzt.
„Dachdecker & Spengler sind bei jedem Wetter draußen. Aber wer das mag, ist bei uns gut aufgehoben“, so Werdinig. Als Firmenchef weiß er, dass man es mit Einsatz und Innovation weit bringen kann. „Gute Handwerker werden am Arbeitsmarkt immer gebraucht.“ Grundsätzlich dürfe für junge Menschen die Ausbildung nicht mit einer abgeschlossenen Lehre enden. Mit einer Meisterprüfung und Zusatzqualifikationen würden alle Wege offen stehen.
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