20.05.2016, 14:03 Uhr

Die Hechsaison geht los: So gelingt der Hechtfang

Der Hecht als Fisch des Jahres 2016 und beliebter Zeilfisch bei Anglern
Die Hechtsaison beginnt und mit ihm auch das Interesse vieler Angler auf den Fang. Passend zur Saison erfahren Sie, wie der Hecht so tickt, wie man den Raubfisch am besten Fangen kann und was man dafür alles benötigt.

Der Esox lucius –Raubfisch mit Schnappreflex

Der Hecht ist einer der gefräßigsten Raubfische. Mit seinem lang gestreckten Körper und einer weit nach hinten verlagerten Rückenflosse ist er perfekt an die Jagd angepasst. Wenn er nach seiner Beute schnappt, in dem er regelrecht „zustößt“ erreicht er eine sehr hohe Geschwindigkeit und ist ein effektiver Jäger. Der Hecht ist ein optisch orientierter Fisch, der mit seinem Schnappreflex unwillkürlich hinter Bewegungen von anderen Fischen im Wasser herjagt.

• Ebenso gilt der Hecht für das Jahr 2016 als Fisch des Jahres

Die Lebensweise des Hechts

Der Hecht ist in nahezu allen Gewässern Europas sowie in Nordamerika und Asien zu finden. Als Standfisch lebt er innerhalb eines Gewässers zumeist in den Bereichen des Ufers. Klares Wasser und zugleich genügend Wasserpflanzen wie Schilf oder Seerosenfelder bieten dem Hecht beste Lebensbedingungen. Durch gute Versteckmöglichkeiten kann der Raubfisch auf seine Beute lauern. Hechte sind standorttreue Fische und suchen sich eigenen Reviere aus, die sie gegenüber Artgenossen aggressiv verteidigen. Für jedes Gewässer gibt es somit eine maximale Quote an Hecht-Besatz.

Die Gewässerstandorte des Hechts im Überblick


• Klare Seen oder Teiche
• Flüsse mit langsam fließender Strömung
• Uferregionen
• Schilfgürtel
• Seerosenfelder
• Andere Versteckmöglichkeiten: Steine, Astwerk, Wurzelwerk

Die richtige Angelausrüstung auf Hecht beachten

Hechte sind nicht nur aggressive Raubfische, sondern ebenso erbitterte Kämpfer im Drill. Der Einschlag auf die Rute kann da nicht nur plötzlich, sondern ebenso hart ausfüllen. Wenn das Adrenalin dann in die Blutbahnen schießt und das Anglerherz höher schlägt, beginnt der Kampf. Damit der Kampf auch gewonnen wird, sollte auf diese Ausrüstungsgegenstände besonders geachtet werden. Die Schnur muss für den harten Drill ausgelegt und daher ausreichend dick sein. Unter 0,3 Millimetern wird man keinen Erfolg haben. Hechte zeichnen sich im Drill durch das „Kopfschütteln“ aus und werfen ihren Kopf samt schnabelähnlichem Maul blitzschnell hin und her. Zusammen mit dem Körpergewicht und der Geschwindigkeit reißen dünne Schnüre in diesen Momenten sofort. Außerdem sollte das Vorfach bei der Montage unbedingt aus Stahl sein. Der Hecht hat zwar nur wenige große Zähne in seinem Unterkiefer, dafür aber zahlreiche gekrümmte Zähne im Gaumendach. Normale Vorfächer werden mit diesen sehr scharfen Zähnen schnell durchgebissen.
Spezielles Angelzubehör auf Hecht findet sich ohne Probleme in professionellen Angelshops im Internet.


Die Wahl des richtigen Köders

Der Hecht ernährt sich von anderen Fischen wie Plötzen, Brassen, Rotfedern oder Barschen. Außerdem neigt er zum Kannibalismus und macht auch auf eigene Artgenossen Jagd, die sich in sein Revier wagen. Als Köder für den Hecht eignen sich daher zum einen Köderfische und zum anderen Kunstköder. Lebendige Köderfische sind in Deutschland verboten, wer also gerade kein passendes Exemplar zur Hand hat, kann genauso gut mit künstlichen Köderfischen auf den Hecht angeln. Besonders Jerkbaits und Wobbler haben sich als effektive Köder erwiesen, die je nach Führungstechnik schon kapitale Hechte zu einem Biss verlockt haben.

Kurz und Kompakt

Der Hecht ist kein Fisch für Anfänger. Den aggressiven Raubfisch landet man eher als fortgeschrittener Angler und als echter Profi. Die richtige Ausrüstung ist wichtig und muss den Bedingungen eines Hecht-Drills standhalten. Das Angeln auf Hecht ist ein echtes Abenteuer und das Gefühl, wenn man einen kapitalen Hecht nach einem harten Drill gelandet hat, ist unbeschreiblich.
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