07.04.2016, 12:30 Uhr

Drechsler mit Leib und Seele

"Meine Entscheidung Drechsler zu werden, habe ich nie bereut", sagt Alfred Baumann.

Das jahrhundertealte Drechslerhandwerk ist beinahe ausgestorben

Seit über 50 Jahren arbeitet Alfred Baumann als Drechsler. Seit 1982 gibt der Kuchler Kurse für Hobbydrechsler. "Ich sag immer, zum Drechseln kommt man - man fängt nicht damit an", lacht der Drechslermeister. Und "Es freut mich, wenn sich die Leute wieder mit diesem alten Handwerk auseinandersetzen und es nicht ausstirbt." Zusätzlich arbeitet Baumann viel mit Kindern und bringt sogar schwerstbehinderten Kindern das Drechseln bei. Mittlerweile hat Baumann rund 5.000 Menschen die Technik gelernt: "Vom obersten Richter bis zur Klosterschwester ist alles dabei", erzählt er. Baumann lernte von den Besten. Als er seinen Eltern von seinem Berufswunsch erzählte, war die einzige Bedingung, dass er beim Besten lernen müsse. Und auch nach seiner Lehre arbeitete er unentgeldlich bei Drechslern, um alle Tricks zu lernen. In den letzten Jahren tritt Baumann kürzer, das Drechseln wird er aber nie ganz sein lassen.
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