20.07.2016, 12:00 Uhr

Die Alte Schmiede und der Künstler

Markus Waltenberger schafft in seiner "Alten Schmiede" Kunst und gibt Kurse (Foto: BB)

Markus Waltenberger arbeitet seit 16 Jahren in und mit dem alterwürdigen Gebäude

BERGHEIM (eve). Einen Raum schaffen für Kunst und Kultur. In alten Mauern werkt eine kreative Seele. Der freischaffende Künstler Markus Waltenberger werkt seit 16 Jahren in den Gebäuden der ehemaligen Schmiede in Bergheim. "Ich habe damals, als ich die Alte Schmiede mieten konnte sofort gewusst, das ist es. Das ist ein Wahnsinn". Zu Bergheim hat der 45-jährige gebürtige Elixhausener eine tiefe Verbundenheit. Schon als Kind kam er zum Fußballspielen in die Gemeinde. Auch sein Vater war fest in die Gemeinschaft verankert und belieferte die Fußballspieler mit frisch zubereiteter Hausmannskost in der Kantine.

Begegnungszone und Kraftraum

Der Querdenker will dass die Alte Schmiede nicht nur für seine Malkurse und Lesungen besucht wird, sondern dass sich alle die Ideen schmeiden wollen, das alte Haus als "Begegnungszone" nutzen sollen. "Jeder ist immer herzliche willkommen Ideen einzubringen" meint er. Noch immer hängen dort die Werkzeuge und Hufeisen an der Wand, die damals in Verwendung waren, als das Gebäude noch als tatsächlische Schmiede betrieben wurde. Das Ambiente idyllisch, etwas verwegen und regt die Phantasie an. Neben dem Haus plätschert leise die Fischach. Ein perfekter Nährboden für künstlerisches Schaffen. "Das ist Idealismus pur" schmunzelt Waltenberger. Zu dem kleinen Fluss hat Waltenberger ein ganz besonderes Verhältnis. "

Die Fischach als Kraftquelle

Generell würde ihn die Natur immer wieder nach Bergheim ziehen. „Die Fischach ist genau das suburbane. Sie schlängelt sich durch die Landschaft. Sie fließt und fließt und fließt ist Ruhepol von da bis Salzach.“ Das würde Ruhe erzeugen. „Nur durch die Siedlung zu spazieren hat schon etwas, dem natürlichen Lauf des Flusses zu folgen. Ohne Natur geht es nicht. Wo sollen wir uns sonst Energie tanken?“
Freunde, Arbeit und Natur bringen Waltendorfer immer wieder nach Bergheim zurück. Auch mit einigen seiner Bilder will er Kinder wieder mit Wald und Wiese in Verbindung bringen. "Sie sollen rausgehen in die Natur, auf Bäume kraxeln. Ich finde es wichtig, dass wir ab und zu stehenbleiben und uns auf das Wesentliche besinnen" meint er gedankenvoll. Die Idylle Bergheims würde ihm immer wieder Kraft geben. Seit drei Jahren ist auch ein Fotostudio Teil des künstlerischen Refugiums des freischaffenden Künstlers und ließ eine Atelierbeziehung aus Waltenberger, Peter Edlinger, Steffen Zeyer und Christian Weingartner entstehen.
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