25.07.2016, 00:00 Uhr

Ein Ort der Einkehr und Erholung

Kosmische Verbundenheit zwischen Gott und Schöpfung: Durch den Marienheilgarten, der ein Kraftort mit besonderer Bedeutung ist, führt Pfarrer Herbert Schmatzberger.
Großgmain gilt seit mindestens 600 Jahren als der älteste permanent besuchte Wallfahrtsort im Land Salzburg.
GROSSGMAIN (schw). Am 15. August 2001 wurde der Marienheilgarten neben der Wallfahrtskirche feierlich eingeweiht. Im Mittelpunkt von in den Tierkreiszeichen angeordneten Blumen und Heilkräutern erhebt sich die Statue der Sophia-Maria - der Heiligen Schrift nach die Mutter und Weltseele der Schöpfung. Auf der Rückseite der Madonna befindet sich ein Brunnen mit einer Steinmuschel, die den Jakobsweg kennzeichnet. "Hier fließt heilkräftiges, energetisch aufgeladenes Wasser, weil die Madonna auf einem Kraftplatz steht", erklärt Pfarrer Herbert Schmatzberger, der im Marienheilgarten regelmäßig Gottesdienste und Feste zelebriert. "Täglich kommen Pilger her, vor allem jüngere Leute. Sie spüren die Energie, meditieren, beten, tanken Kraft und stärken sich. Der Garten verbindet die östliche Sophienlehre mit der westlichen Marienlehre. Es ist als Weiterführung der Wallfahrt gedacht und hat zukunftsträchtige Bedeutung", freut sich der Pfarrer. Auf einem starken Kraftfeld ist auch der Untersbergstein platziert, dessen 14 Energiepunkte durch 14 kleinere Steine markiert sind. "Die David-Zahl 14 bringt vollkommen Neues und Unerwartetes und hat in der Kirche eine besondere Bedeutung. Zum Beispiel der 14-zackige Stern bei der Geburtsstelle von Jesus in Bethlehem, die 14 Kreuzwegstationen oder die 14 Nothelfer für Situationen, wo es nach menschlichem Ermessen keine Rettung mehr gibt", weist Schmatzberger auf die Zahlensymbolik hin. Am Tag der Heiligsprechung von Pater Pio (16. Juni 2002) wurde dessen Statue im Mariengarten eingeweiht. Mit der Friedensblume leistete der Moskauer Künstler Grigory Pototsky für Österreich seinen Friedensbeitrag. Den "Stern der Liebe" legte Ex-Skiweltmeister und Jerusalem-Pilger David Zwilling mit der Kärntner Künstlerin Gudrun Kargl, die damit symbolisch den Jakobsweg mit dem Jerusalemweg verbinden. Den Marienplatz vor der Kirche schmückt die einzigartige doppelgestaltige Brunnen-Madonna mit ihrer bedeutenden theologischen Aussagekraft. Der Besuch in der Wallfahrtskirche gewährt Einblicke in den Kunstschatz: eine in Steingusstechnik angefertigte "Schöne Madonna" und spätgotische Tafelbilder aus dem Jahr 1499. Der Natur-Kunst-Garten verbindet Natur, Religion, Mythologie, Philosophie, Numerologie und Astrologie zu einer ganzheitlichen Weltsicht. Ins Bewusstsein gerufen wird die Verbundenheit von Gott, Mensch und Schöpfung. Die Natur soll als Schöpfung Gottes geachtet, geschützt und zu gepflegt werden.
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