02.08.2016, 20:00 Uhr

Koppler Rocker setzen auf Puch Maxis

Der Spaß an der Gemeinschaft steht für die Nockouts PMC im Vordergrund. Der Club-Name stammt vom Nockstein.

Rein zufällig ist in Koppl die Idee entstanden, den Nockouts Puch-Maxi-Club zu gründen.

KOPPL (buk). Mit aktuell acht Mitgliedern machen die Nockouts PMC die Straßen in und um Koppl unsicher – ganz relaxed in gemütlichem Tempo. Gegründet wurde der Puch-Maxi-Club im April 2013 unter anderem als „Gegenbewegung zum Vespa-Trend“. Erkennungszeichen ist – neben der Biker-typischen Kutte – auch der schlichte Retro-Helm. „Wir tragen alle die gleiche ,Teigschüssel’, ohne Visier, dafür aber mit einer Brille, mit der man nichts sieht“, scherzt Club-Präsident Daniel Weschke.

"Vorglühen" als Club-Beginn

Die Idee des Clubs ist zufällig entstanden: „Wir haben uns in Guggenthal beim Nockstein-Wirt zum Vorglühen getroffen“, erzählt Weschke. „Dabei sind wir zufällig draufgekommen, dass wir alle noch eine Puch-Maxi daheim rumstehen haben. Bei mir war es sogar das erste Moped, mit dem ich in meiner Jugend auch ohne Schein schon gefahren bin“, sagt der Präsident über die Fahrzeuge aus den Baujahren 1977 bis 1983. Voraussetzung für die Clubmitglieder ist, dass sie zum Freundeskreis gehören. Teils kennen sich die Nockouts seit dem Kindergarten.

"Zündkerzen im Gepäck"

Zu Beginn haben die Biker noch selbst an den Maxis geschraubt, bis sie ein leidenschaftlicher Mechaniker hobbymäßig unterstützt und die Fahrzeuge restauriert hat. „Wenn man mit einer Maxi unterwegs ist sollte man immer Zündkerzen, einen Schraubenschlüssel und gutes Zweitakt-Öl im Gepäck haben“, weiß Schrauber und Ehrenmitglied Josef „Pep“ Ebner.

Tank als Schwachstelle

Mit einem Wert von ungefähr 2.000 Euro pro restauriertem Moped halten sich die Kosten für die Biker in Grenzen. „Beim Kauf einer Maxi muss man aber unbedingt beachten, dass die Nummern übereinstimmen und der Typenschein original ist“, rät Mitglied Alex Schönleitner. Der Motor selbst gilt als quasi unzerstörbar, allerdings ist der Rahmen rostanfällig. „Wenn der darin integrierte Tank durchrostet, bringt man ihn nie wieder hin.“

"Fahrradfahren ohne Treten"

Für die Nockouts liegt die Faszination des Maxi-Fahrens vor allem an der Freiheit: „Das ist fast wie Fahrradfahren, nur dass man nicht treten muss und das hochwertige Rennöl hervorragend riecht“, erklärt Weschke. Er selbst war mit seiner Maxi bereits in Griechenland und hat binnen sechs Wochen 5.300 Kilometer zurückgelegt.

Cruisen statt Hetzen

Dass die 46 Kilo schweren Gefährte mit einer Höchstgeschwindigkeit von 41,6 km/h und einem 1,6-KW-Motor eher zum Cruisen als zum Rasen geeignet sind, wissen auch die Biker. Mit Autofahrern gibt es dennoch nie Probleme. „Die Leuten grinsen meist, wenn sie uns sehen. Jeder kennt die Puch Maxi“, sagt Weschke. Unfälle habe es bisher kaum gegeben. "Mich hat es einmal überschlagen, als ich versucht habe, einen Wheelie zu fahren", schmunzelt der Präsident. "Aber zum Glück ist mein Bike bei dem Vorfall in der Wiese gelandet und nicht beschädigt worden."

Events und Club-Freundschaften

Neben dem monatlichen Stammtisch organisieren die Nockouts immer wieder Ausfahrten und treten teils bei großen Events – etwa dem Red Bull Alpen Brevet in Lugano oder dem Ötztaler Moped-Marathon – an. Vor allem der Kontakt zu anderen Clubs ist wichtig: „In Salzburg sind wir noch die einzigen, in Deutschland und der Schweiz gibt es zahlreiche Maxi-Fahrer“, weiß der Präsident. "Etwa die Kobras oder die Frauen-Gruppe ,Zündkatzen'."
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