13.04.2016, 08:05 Uhr

"Viel mehr als nur alpines Skifahren"

Auf der Postalm sollen ein Dorf mit bis zu 1.500 Betten und 300 neue Arbeitsplätze entstehen. (Foto: Gössl)

Gerhard Gössl hat mit Investoren Großes vor auf der Postalm. Bei der Umsetzung trifft er jedoch auf Widerstand.

STROBL (mek). Dass Almwirtschaft und Tourismus voneinander profitieren, ist das Ziel Gerhard Gössls. Dazu plant er, auf der Postalm ein Dorf nach dem Vorbild des Großgmainer Freilichtmuseums zu errichten. "Weil ein Kanal fehlte, war die touristische Entwicklung bisher gehemmt. Nach 30-jährigem Bemühen ist dieser nun gebaut worden", so Gössl.

Arbeitsplätze und Betten

Bis zu 1.500 Betten und rund 300 neue Arbeitsplätze sollen dadurch auf der Postalm geschaffen werden. "Was auch sinnvoll ist, wo doch andernorts beklagt wird, dass am Wolfgangsee 2.000 Betten fehlen." Gegen die Umsetzung des Projektes wehren sich aber vor allem die Grundeigentümer, die die Gewährung von dauerhaften Dienstbarkeiten verweigern würden. Die jetzigen Wirte könnten auch nach Realisierung des Projekts weiterhin als Wirte tätig sein. Dafür gebe es verschiedene Ansatzpunkte – denkbar wäre eine Integration in das Dorf oder Miete.

Alle würden profitieren

Mit dem Projekt will Gössl die "Abhängigkeit vom Schnee reduzieren und die Vorzüge aller Kultur- und Naturgegebenheiten nutzen." Den defizitären Liftbetrieb wolle er in seiner jetzigen Form nicht weiterführen. Das Angebot soll weniger Sportler als vielmehr Familien und Kinder ansprechen. Dabei denke er vor allem an Wandern im Sommer wie im Winter, Fliegenfischen, Langlaufen, Rodeln und Skitouren-Gehen. Alpines Skifahren soll vor allem Kindern "zum Lernen" zur Verfügung stehen. Auch Tradition und Brauchtum sollen eine große Rolle spielen. Auch seitens der Gemeinden gebe es Bedenken. "Die Bürgermeister machen sich vor allem wegen möglicher Zweitwohnsitze Sorgen. Es liegt jedoch in der Macht der Gemeinde, genau das zu verhindern." Sobald Rechtssicherheit bestehe, sei auch die Finanzierung kein Problem. "Eines ist klar: Enweder setzen wir das Projekt in seiner Ganzheit um oder gar nicht. Ich bin optimistisch", so Gössl.
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