27.03.2016, 08:00 Uhr

Zwei Schulen sind eine zu viel

Einigen Schülern in Wals-Siezenheim steht kommendes Schuljahr ein Schulwechsel bevor. (Foto: Franz Neumayr)

Um die Qualität der Ausbildung zu sichern, plant die Gemeinde Wals-Siezenheim Schulen zusammenzulegen.

WALS-SIEZENHEIM (mek). Wegen sinkender Schülerzahlen plant die Wals-Siezenheimer Gemeindevertretung, die beiden Neuen Mittelschulen auf dem Gemeindegebiet zusammenzulegen. Seit dem Schuljahr 2010/11 sei es nicht mehr möglich, zumindest zwei Klassen in jeder Schulstufe zu führen. Dies sei aber notwendig, um einschlägig ausgebildete Pädagogen zur Verfügung zu haben. Die Gemeinde erklärt sich die niedrigen Schülerzahlen mit sinkenden Kinderzahlen und einer Abwanderung in die Gymnasien der Stadt. Für das Schuljahr 2016/17 haben sich insgesamt 17 Schüler für die Neue Mittelschule Wals-Viehhausen angemeldet. Zwei davon stammen aus der Gemeinde selbst. "Mit beiden Familien habe ich persönlich gesprochen", so Bürgermeister Joachim Maislinger. Derzeit besuchen 119 Schüler die Neue Mittelschule. 51 davon sind aus Wals-Siezenheim.

Schulsprengel verkleinern

Der Unterricht an der Neuen Mittelschule in Wals-Viehhausen wird mit dem Schuljahr 2016/17 auslaufen. "Die dritten und vierten Klassen sollen dann in die Neue Mittelschule Walserfeld wechseln", weiß Wolfgang Neubacher, Direktor der betroffenen Schule. Die neu angemeldeten Schüler sollen direkt an der NMS Walserfeld beginnen. Zudem soll der Schulsprengel auf die Gemeinde selbst und Großgmain verkleinert werden. Bisher zählt noch ein kleiner Teil der Stadt Salzburg zum gemeinsamen Sprengel. Nach der Beschlussfassung wird die Gemeindevertretung betroffene Schüler und Eltern informieren. Wie es für die Lehrer konkret weitergehen soll, darüber wird noch gesprochen. "Freilich ist es schade, wenn ein überschaubarer Standort aufgelassen wird. Ich kann die Überlegungen seitens der Gemeinde aber verstehen", so Neubacher.

Nur 17 Schüler angemeldet

Auch in der Polytechnischen Schule Walserfeld wird derzeit nur eine Klasse geführt. Für nächstes Jahr haben sich 17 Schüler angemeldet. Der Schulsprengel, der derzeit Anif, Grödig, Großgmain, Wals-Siezenheim und einen kleinen Teil der Stadt umfasst, soll an die Stadt Salzburg angegliedert werden.
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