27.07.2016, 14:36 Uhr

Salzburger Fechter auf dem Weg nach Rio de Janeiero

Renè Pranz ist bereits der vierte Salzburger, der in der Geschichte der Olympischen Spiele die Fahne der Österreichischen Fechter hochhält.

Der Wahl-Grödiger Renè Pranz tritt für Österreich bei den Olympischen Spielen in Brasilien an.

GRÖDIG/RIO DE JANEIRO (buk). Auf den Weg zu den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro macht sich dieser Tage Renè Pranz. Er tritt dort gegen die Welt-Elite im Fechten an. "Mein klares Ziel ist es, mich dabei von Kampf zu Kampf vorzuarbeiten", erzählt der Wahl-Grödiger. Vor allem bei derartigen Großveranstaltungen könne man ohnehin nie sagen, was passiert. "Teilweise sind Athleten, die im Ranking wesentlich besser dagestanden sind, bereits in der ersten Runde ausgeschieden", weiß Pranz.

Auftakt gegen Brasilianer

Den ersten Wettkampf wird der Fechter gegen einen der beiden Brasilianer – Guilherme Toldo oder Henrique Marques – bestreiten. "Mein Trainer sagt immer: Die haben Feuer im Hintern", grinst Pranz. Zudem würden sie bei den Spielen im eigenen Land auch vom Publikum entsprechend angefeuert. "Ich muss besonders aufpassen, dass ich auf keinen Fall in Rückstand gerate."

Mit Insektenspray eingedeckt

Berichte über teils katastrophale Zustände im Olympischen Dorf lassen Pranz eher kalt: "Wir haben bislang auch schon teils sehr fragwürdige Hotels gehabt, etwa in Russland oder Shanghai. Mit Jugendherbergs-Flair habe ich kein Problem." Auch das Zika-Virus bereitet ihm keine schlaflosen Nächte: "Derzeit soll es ja nicht so schlimm sein, aber wir haben uns komplett mit Insektenschutz eingedeckt."

Sparring auch vor Ort

Unterstützung erhält Pranz unter anderem auch durch seinen Mentaltrainer, Mario Plesser. "Es ist wichtig, dass ich ruhig zu den Spielen fahren kann und nicht in Panik gerate", sagt Pranz. Damit er sich auch vor Ort noch vorbereiten kann und nicht zehn Tage lang auf Sparring verzichten muss, reist neben dem Trainerstab auch Ex-Nationalteamtrainer Moritz Hinterseer mit.

Wirklich los geht es am siebten August mit dem ersten Bewerb. "Es ist sicherlich ein Vorteil, dass wir so früh starten. Danach habe ich frei und kann andere Sportler aus Österreich vom Publikum aus unterstützen", freut sich Pranz. Unter anderem wird er einen seiner Freunde, den Beachvolleyballer Alex Horst, anfeuern.
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