04.05.2016, 16:31 Uhr

1. Medizinische Station im Krankenhaus Floridsdorf schließt ab 26. Mai

(Foto: wienkav.at)

Schließung einer Station im Krankenhaus Floridsdorf: Laut Wiener Krankenanstaltenverbund kein Grund zur Sorge. WIFF-Bezirksrat Schimanek sieht die Sache nicht ganz so rosig.

FLORIDSDORF. Ab 26. Mai tritt die Sommersperre der 1. Medizinischen Station im Krankenhaus Flordisdorf in Kraft. Eine Auswertung der Zahlen habe jedoch eine geringe Auslastung ergeben, weshalb die Sperre dieser Abteilung bereits ab Herbst 2016 dauerhaft sein werde, so Nani Kauer vom Wiener Krankenanstaltenverbund.

In Vorbereitung der Übersiedelung ins Krankenhaus Nord wäre die Sperre im Lauf des Jahres 2017 vorgesehen gewesen. Aufgrund der Evaluierung sei sie jedoch früher eingetreten, so die Sprecherin.

Für Patienten ergeben sich jedoch keine Nachteile: Ingesamt verfügt das Krankenhaus Floridsdorf immer noch über drei medizinische Stationen – davon eine für Akutgeriatrie - Remobilisation. Der regionale Strukturplan Gesundheit für Wien gibt die Bettenanzahlen vor. Für das Krankenhaus Nord sind 64 interne Betten vorgesehen. Im Krankenhaus Floridsdorf sind es nach der Sperre insgesamt 58 Betten.

Ärztemangel als Grund?

Die geplante Schließung wird von WIFF-Bezirksrat Hans-Jörg Schimanek heftig kritisiert. "Hier herrscht – ebenso wie beim Projekt des neuen SMZ-Nord – beim verantwortlichen Krankenanstaltenverband offenbar das totale Chaos", sagt Schimanek. Es sei unfassbar, dass man auf der einen Seite eine ganze Abteilung ersatzlos schließe, während in anderen Wiener Spitälern die Patienten auf den Gängen liegen müssen, so der Bezirksrat. Die "geringe Auslastung" sei nur ein vorgeschobener Grund – Spitalsmitarbeiter hätten gegenüber Schimanek einen akuten Ärztemangel eigeräumt.
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