04.07.2016, 15:57 Uhr

Floridsdorf setzt auf "Fair Play"

Katharina Röggla und Tamara Yaldiz (v.l.) vom Fair-Play-Team am Franz-Jonas-Platz.

Nicht nur am Franz-Jonas-Platz fördern Sozialarbeiter Verständnis und Rücksichtnahme unter den Bewohnern.

FLORIDSDORF. Am Franz-Jonas-Platz in Floridsdorf ist immer etwas los. Wer seine Augen offen hält, entdeckt im Gewusel der Massen mitunter große blaue Umhängetaschen mit der Aufschrift „Fair-Play-Team“.

Diese gehören Sozialarbeitern, die von der Bezirksvorstehung zur Förderung des gegenseitigen Verständnisses und der Rücksichtnahme im öffentlichen Raum engagiert wurden. „An Orten, die von vielen verschiedenen Menschen genutzt werden, entstehen viele verschiedene Bedürfnisse. Um den damit einhergehenden möglichen Konflikten vorzubeugen, gibt es uns“, erzählt Katharina Röggla, Leiterin des "Fair-Play-Team 21".

"Wir sind für alle da"

In Zweierteams sind Katharina und ihre Mitarbeiter das ganze Jahr in Floridsdorf unterwegs. Sie suchen Ballungsräume wie den Paul-Hock-Park oder den Floridsdorfer Markt auf. Dort sprechen sie mit den Menschen, um diese in Konfliktfällen zu beraten und bei Bedarf zu vermitteln. Das Angebot richtet sich an Kinder und Jugendliche genauso wie an Erwachsene. „Von klassischen Streetworkern unterscheidet uns, dass diese mit spezifischeren Zielgruppen zu tun haben. Wir hingegen sind für alle da, mit dem Fokus darauf, das friedliche Zusammenleben im öffentlichen Raum zu fördern“, so Katharina Röggla. „Das Vertrauen, das die Leute mir entgegenbringen, motiviert mich besonders“, erzählt ihre Kollegin Tamara Yaldiz.

Die Armut wächst

Die Armut sei im Steigen begriffen, und das wirke sich direkt auf den öffentlichen Raum aus, sagen die Sozialarbeiter. So nutzen Jugendliche beispielsweise öffentliche Plätze, um den beengten Wohnverhältnissen daheim zu entfliehen. Und immer mehr Obdachlose fris-ten in Parks und Grünanlagen ihr Dasein. Viel zu tun für die Sozialarbeiter in Floridsdorf.
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