15.03.2016, 11:21 Uhr

WIFF fordert Umweltverträglichkeitsprüfung für Bauvorhaben "Siemensäcker"

WIFF-Chef Hans-Jörg Schimanek spricht sich gegen eine undurchdachte Verbauung der Siemensäcker aus.

Gegenvorschlag von Hans-Jörg Schimanek von Wir für Floridsdorf: Wenn gebaut werden soll, dann in der Nähe des Siemenszentrums, in Richtung der Schnellbahn.

FLORIDSDORF. "Aus unserer Sicht kann die Widmung des Großbaus nicht umweltverträglich sein, schon wegen der angrenzenden Einfamilienhäuser nicht", sagt Hans-Jörg Schimanek. Damit gibt der WIFF-Chef den Bewohnern der Floridsdorfer Siedlung "Wolfsgrube" Rückenwind, die sich gegen ein geplantes Wohnbauprojekt mit bis zu 35 Meter hohen Wohntürmen stellen. Ort des Neubaus: Das angrenzende Siemens-Areal.

Der Verwaltungsgerichtshof habe sich auch gegen ein ähnliches Bauprojekt in Grinzing ausgesprochen, wo nur fünfstöckige Wohntürme neben Einfamilienhäusern geplant waren, so Schimanek. Wesentliche Dinge, die laut des Floridsdorfer Politikers unbedingt geprüft werden müssen: Die Untermüllung des Areals nach dem zweiten Weltkrieg – zahlreiche Bombentrichter wurden laut Zeitzeugen mit Altlasen befüllt. Weiters sieht man das Grundwasser gefährdet, wenn im Nahbereich der tiefer gelegenen Siedlung Wolfsgrube tiefe Fundamente für Wohntürme gegraben werden.

Seitens der Bezirksvorstehung sieht man den Sachverhalt anders. "Das Flächenwidmungsverfahren hat noch nicht einmal begonnen. Hier ist meiner Meinung nach keine Umweltverträglichkeitsprüfung notwendig", sagt Bezirksvorsteher Georg Papai (SPÖ).
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