30.04.2016, 08:38 Uhr

FPÖ Demo gegen Asylheime

Spät aber doch habe ich mich entschlossen doch einen Bericht zur Demo zu Veröffentlichen.


Wien: Eine Demonstration gegen ein geplantes Asylheim fand in Wien im Bezirk Floridsdorf statt. Angekündigt waren 5000 Demonstranten sowie eine Gegendemonstration der Grünen. Im Anbetracht der laufenden Bundespräsidentenwahl barg diese Antiasyldemo durchaus Zündstoff.



Für große Aufregung sorgte im Vorfeld eine angekündigte Demonstration gegen Asylheime in Wien Floridsdorf. Im laufenden Bundespräsidentenwahlkampf barg dieses Thema natürlich Zündstoff was die Grünen natürlich sofort zu einer Gegendemonstration aufrufen ließ.
Schon im Vorfeld wurde die Stimmung aufgeheizt, die Umgebung großräumig abgesperrt und Ladenbesitzer dazu aufgefordert ihre Geschäfte vorübergehend zu schließen. Knapp 400 Polizeikräfte sicherten die Demonstration. Aus den angekündigten 5000 wurden aber letztendlich nur knapp 500 Demonstranten auf Seiten der Asylheimgegner. Ebenso viele Pro Asyldemonstranten fanden sich allerdings auch bei der Gegendemo der Grünen ein, welche nur ca. 200 m davon entfernt stattfand.

Beide Parteien wurden hermetisch voneinander getrennt um Ausschreitungen zu vermeiden. In den Ansprachen vertraten beide Parteien lautstark ihre bekannten Positionen. Auf Seiten der Asylheimgegner traten auch Wiens Vizebürgermeister Johannes Gudenus und Parteichef Heinz Christian Strache unter großen Beifall ans Rednerpult. Unbeeindruckt von der aus ihrer Sicht doch enttäuschenden Menschenmenge brachten sie ihre Argumente warum das Boot bereits voll sei vor und listeten eine Reihe von Asylwerbern begangenen Verbrechen auf. In die andere Kerbe stieß naturgemäß die Demo der Grünen. Schluß mit Spekulationen von Wohnraum um Platz zu schaffen und verhindern der Steuerflucht waren ihre Hauptthemen.

Mit großen Transparenten "FPÖ Raus, Flüchtlinge rein" unterstrichen sie ihre Forderungen. Die einen stellten die anderen Pauschal ins rechte Eck, die anderen stellten die Gegenseite pauschal als links linke Chaoten und Gutmenschen dar, die vor der Wahrheit die Augen verschließen. Einmal mehr wurde deutlich wie verhärtet die Fronten und gespalten das Land ist.
Die Ausschreitungen blieben dank des massiven Polizeiaufgebots aus, sodass man trotz der Brisants doch von einer friedlichen Demonstration reden konnte.
Als Fazit kann man festhalten, dass sich beide Parteien in ihren Ansichten und Argumenten bestärkt fühlen und eine Annäherung bzw. vernünftige Gespräche in weiter Ferne liegen. Zu groß scheinen die Unterschiede der Wahrnehmung und Einstellung zu liegen.

Ein Phänomen welches sich in direkten Gesprächen durchaus vernünftig Diskutieren lässt doch in der Masse der Dynamik der einzelnen Gruppen weicht.
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