11.04.2016, 11:31 Uhr

Nach Ausschreitungen beim Westderby: Schlusspfiff am FAC-Platz

Die Fußballmannschaft des FAC bereitet sich mit einer jüngeren Mannschaft auf die nächste Saison vor. (Foto: © Werner Widhalm, 2015)

Beim Spiel Salzburg gegen Innsbruck zogen nicht nur Fans durch Floridsdorf, sondern auch Hooligans. Bezirksvorsteher Georg Papai (SPÖ) untersagt die Austragung der Austria Salzburg Spiele. Eine positive Entwicklung am Platz gibt es durch Football.

FLORIDSDORF. Mit dem Aufstieg des FACs in die Erste Liga wurde das Stadion mit Tribünen, Beleuchtung, Ausstattung für Medien und vielem mehr erstligatauglich gemacht, bietet jetzt über 3.000 Besuchern Platz und gilt als sehr interessante Spielstätte auch für andere Vereine. Deshalb wurde das Stadion für die Risikoheimspiele der Austria Salzburg an diese vermietet. Diese willkommene Auslastung des Platzes hat aber auch deutliche Nebenwirkungen.

Beim vergangenen Westderby zwischen Austria Salzburg und Innsbruck kam es zu Ausschreitungen der Fans und in der Folge auch zu Anrainerprotesten. Deshalb untersagte Bezirksvorsteher Papai nun das nächste Austria Salzburg-Spiel am FAC-Platz. Papai: „Ich habe in erster Linie das Interesse der Bevölkerung zu vertreten.“

Sport soll im Vordergrund stehen

Diese Entscheidung wurde gemeinsam mit Polizei und FAC-Sportchef Peter Eigl getroffen. Eigl: „Die Bundeliga und Austria Salzburg wurden bereits mündlich darüber informiert.“ Bereits in der Woche vor dem Spiel wurde die FAC-Anlage mit Schmierereien der Innsbruck-Fans versehen, vor dem Match auch die angrenzenden Häuser und es kam während des Spiels zu Sachbeschädigungen am Platz. Die Austria-Fans beschädigten nach dem Match sogar Kleingärten und einen Kinderspielplatz. Eigl: „Das brauchen wir in Floridsdorf nicht.“ Papai: „In Floridsdorf stehen der Sport und das Spiel im Vordergrund.“

Positive Viking-Spiele

Ganz anders zeigen sich die Heimspiele von Football-Club Vienna Vikings. Beim siegreichen Debüt gegen die Ljubljana Silverhawks konnten knapp 3.000 Besucher begrüßt werden, zum großen Teil Familien. Eigl: „Wir haben auf dieses Spiel positive Resonanzen der Anrainer erhalten.“

Nach der verpatzten Herbstsaison und der Umstellung bereitet sich der FAC nun schon auf die nächste Saison vor. Eigl: „Wir haben den Profikader mit jungen Spielern aus den eigenen Reihen verjüngt.“ Besonders stolz ist Eigl auf den Nachwuchs, bei dem 300 Kinder vom Kindergartenalter bis zu den Amateuren tätig sind.
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