02.08.2016, 09:13 Uhr

Grillkeime können vermieden werden

Hygiene ist auch beim Grillen enorm wichtig. (Foto: Panthermedia/CroMary)
FREISTADT. Leckereien vom Grill kann kaum jemand widerstehen. Sommerzeit ist und bleibt Grillzeit. Leider steigt jährlich die Zahl der grillbedingten Magen-Darm-Infektionen. Viele denken dabei direkt an Salmonellen, doch meist stecken "Campylobacter-Bakterien" – auch "Grillkeime" genannt – hinter den Darmproblemen. Mit einigen Hygieneregeln kann dem entgegengewirkt werden.

Hygieneregeln im Überblick

> Am wichtigsten ist es, das Fleisch immer ausreichend durchzugaren – nur so sterben die Erreger ab. Das bedeutet, dass im Kern des Fleisches für mindestens zwei Minuten eine Temperatur von 70 Grad erreicht werden muss. Einfrieren tötet die Erreger hingegen nicht ausreichend ab.

> Zudem sollte man aufpassen, dass Marinade und Tauwasser des rohen Fleisches auf keinen Fall mit anderen Lebensmitteln in Berührung kommen. Auch Salate und andere Zutaten sollten immer auf separaten Brettern geschnitten werden. Das fertig gegrillte Fleisch sollte auf einen eigenen Teller gelegt werden.

> Zur Reinigung der Arbeitsfläche am besten Küchenrolle benutzen und diese dann entsorgen. Wer Lappen oder Geschirrhandtücher benutzt, sollte diese regelmäßig wechseln und bei mindestens 60 Grad waschen.

Manche sind besonders gefährdet

Säuglinge, Kleinkinder und Senioren sind besonders gefährdet, sich mit dem Campylobacter-Erreger anzustecken. Auch am LKH Freistadt gab es bereits einige Fälle. "Vor allem bei Geflügelfleisch ist das Risiko, sich mit dem Grillkeim zu infizieren, hoch", sagt Oberarzt Klaus Gstöttenbauer, Innere Medizin. "Aber auch bei Hackfleisch, Fisch, Ei, Speiseeis und Mayonnaise ist Vorsicht angebracht. Die klassischen Symptome einer Infektion sind Fieber, Kopf- und Muskelschmerzen, heftige Bauchschmerzen und -krämpfe, Übelkeit sowie extreme Durchfälle. In schlimmen Fällen kann es zu rheumatischen Gelenks- oder Hirnhautentzündungen kommen."
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