15.03.2016, 07:43 Uhr

50 plus: Ältere Mitarbeiter geschätzt

AMS-Chef Alois Rudlstorfer (Foto: Stummer)
BEZIRK FREISTADT. "Meinen Kolleginnen im Service für Unternehmen fällt auf, dass sich die Einstellung gegenüber älteren Arbeitsuchenden in den letzten Jahren geändert hat. Hat man Betrieben früher einen älteren Arbeitssuchenden bei der Personalsuche vorgeschlagen, so gab es sehr oft ablehnende Reaktionen. Das hat sich in letzter Zeit geändert. Vielen Betrieben sind auch ältere Arbeitskräfte herzlich willkommen. Und das war auch schon vor der Einführung der großzügigen
Einstellbeihilfen für Ältere so", weiß der Geschäftsstellenleiter des Arbeitsmarktservice Freistadt, Alois Rudlstorfer.
Trotzdem steigt die Zahl der älteren Arbeitssuchenden noch immer an. Das liegt nicht zuletzt auch daran, dass das Arbeitskräfte Potential der über 50 Jährigen stark ansteigt. "Es gibt heute einfach mehr 50- bis 65-Jährige, als noch vor einigen Jahren. Die Arbeitslosenquote unter den über 50-Jährigen unterscheidet sich daher, im Gegensatz zu den Absolutzahlen, nicht sehr starkt von denen der Jugendlichen", so Rudlstorfer. Die Begründung für den Anstieg unter den älteren Arbeitssuchenden liegt im Wesentlichen darin, dass Jugendliche wieder viel schneller einen neuen Job finden, als Ältere. Unddas obwohl sich die Einstellung der Betriebe in Bezug auf ältere Arbeitnehmer geändert hat.
Oft sind es körperliche oder psychische Einschränkungen, die die Arbeitsuche von Älteren extrem erschweren. Um da zu unterstützten, gibt es seitens des AMS ein umfangreiches Förderangebot für Betriebe, die ältere Personen mit Beeinträchtigungen oder nach längerer Arbeitslosigkeit einstellen.
Auffallend ist, dass speziell im Bau- udn Baunebengewerbe sehr viele ältere Arbeitnehmer einen sicheren Arbeitsplatz haben. Der AMS-Chef weiter: "So gut wie alle Winter-Saisonarbeitslosen können im Frühjahr wieder beim Betrieb zu arbeiten beginnen. Obwohl man annehmen müsste, dass genau in dieser Branche, durch die schwere Arbeit, viele Arbeitskräfte körperliche Beschwerden bekommen könnten, wird dort meist bis zum Pensionsantritt gearbeitet. Offensichtlich haben da die Arbeitnehmerschutzmaßnahmen der vergangene Jahre gewirkt. Und die jahrelange Erfahrung der MitarbeiterInnen wird geschätzt!"
So auch bei der Firma Holzhaider Bau GmbH in St. Oswald. dazu der Chef und Geschäftsführer Wolfgang Holzhaider: "Erfahrung ist eine Stärke, die jedes langfristig funktionierende System braucht. Darum sind gerade
wir bei Holzhaider dankbar für unsere erfahrenen Mitarbeiter. Wichtig ist, dass diese
Erfahrung der jüngeren Generation zur Verfügung gestellt wird und auf der Gegenseite Lernbereitschaft undgegenseitige Wertschätzung vorhanden ist!"
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