25.04.2016, 13:19 Uhr

Berufsorientierung mit allen Sinnen

Das Organisationsteam der Job Tour Freistadt (Dietmar Wolfsegger, Renate Scheuchenegger, Kathrin Wagner, Wilfried Pichler, nicht am Foto: Helmut Kern) (Foto: WKO Freistadt)
Berufsorientierung vor Ort mit allen Sinnen
Freistadt. „Nach wie vor brauchen sich junge Leute im Bezirk keine Sorgen machen wegen Arbeitslosigkeit“, so Helmut Kern, Vorsitzender des Forums Schule Wirtschaft Freistadt. „Trotz vieler düsterer Nachrichten in den Medien bietet der Bezirk Freistadt eine recht erfreuliche Basis für Jugendliche bei der Jobsuche.“ Die JOB TOUR Freistadt wurde vor genau 10 Jahren ins Leben gerufen und weiterentwickelt. Am 5. Mai gibt’s die bereits 10. Auflage: Regionale Betriebe aus verschiedensten Branchen mit attraktiven Lehrplätzen und Berufslaufbahnen präsentieren diese. 627 Schüler werden jeweils drei von 32 Unternehmen im Bezirk besuchen und dort die Berufswelt hautnah erleben, mit allen Sinnen.
Junge Leute bleiben in der Freistädter Wirtschaft gefragt – trotz der in manchen Branchen schwierigen Wirtschaftslage. Mit 4,5 % hat Freistadt die drittniedrigste Arbeitslosenquote (Jahresdurchschnitt 2015) unter allen österreichischen Bezirken! Die Zahl der offenen Lehrstellen übersteigt klar die Zahl der Lehrstellensuchenden, der Trend verstärkt sich.
In etlichen Branchen besteht aktueller Fachkräftebedarf, zB im Tourismus (Koch/Köchin, Restaurantfachmann/-frau), in der Holzverarbeitung (Tischler), teilweise in der Metallverarbeitung (Spengler), im Handel (Einzelhandel) und sogar bei Banken.
KommR Gabriele Lackner-Strauss, Obfrau der WKO Freistadt: „Die demografische Entwicklung gibt darüber hinaus klare Prognosen: Die Zahl der 15-Jährigen, also das Lehrlingspotenzial im Bezirk, wird in den nächsten Jahren noch stark sinken, deutlich drastischer als im Durchschnitt Oberösterreichs. Gleichzeitig steigt der Sog von Firmen aus dem OÖ Zentralraum.“ „Die Berufswelt ist vielfältig, auch in der Region. Wir haben wir viele tolle Arbeitgeberbetriebe, die oft noch viel zu wenig bekannt sind, bei Eltern und Jugendlichen. Auspendeln ist passé, wer Köpfchen hat und rechnet, wird jedenfalls einen regionalen Job vorziehen“, so Lackner-Strauss.
WKO-Leiter Dietmar Wolfsegger: „Die JOB TOUR Freistadt kommt bei Jugendlichen extrem gut an. Wir freuen uns über das 10-jährige Jubiläum. Es ist wichtig und sinnvoll, dass sich Jugendliche schon frühzeitig mit möglichst vielen und unterschiedlichen Berufen auseinander setzen, auch mit solchen, die vielleicht am ersten Blick gar nicht interessant erscheinen. Berufsorientierung soll sich nicht darin erschöpfen, einmal Schnuppern zu gehen. Klare Eindrücke erhalten die Jugendlichen, wenn sie direkt in die Betriebe gehen und dort hautnah mitbekommen, wie die Arbeit in den jeweiligen Berufen konkret ausschaut, wie sich das anfühlt, wie das riecht und schmeckt.“


Das erfolgreiche Projekt JOB TOUR Freistadt

Eingeladen sind alle SchülerInnen der 7. Schulstufe (3. Klasse Neue Mittelschulen) im Bezirk Freistadt. In Summe haben sich 627 Schülerinnen und Schüler aus 17 Schulen angemeldet. Helmut Kern, Vorsitzender des Forums Schule&Wirtschaft Freistadt freut sich über das große Interesse: „Wir sind auch den Lehrkräften sehr dankbar, die die Jugendlichen auf die Berufe bei der JOB TOUR Freistadt vorbereiten und sie am 3. Mai begleiten.
Auf der Homepage der WKO Freistadt unter wko.at/ooe/fr gibt es Informationen über alle teilnehmenden Betriebe, ihre Lehrberufe, sowie zur Berufsorientierung.
Projektpartner und Unterstützer:
Projektträger ist die Wirtschaftskammer Freistadt, mit einer aktiven Projektgruppe aus dem Forum Schule & Wirtschaft Freistadt mit Lehrkräften und Unternehmern.
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