06.06.2016, 14:17 Uhr

Lehrlinge sollen aktiv mitgestalten!

Laden mit dem Lehrlingsparlament die jungen Leute ein, die Arbeits- und Lebensregion Freistadt aktiv mitzugestalten: v. r. n. l. Landesrat Michael Strugl, WKO-Obfrau LAbg. Gabriele Lackner-Strauss und Baumeister Wolfgang Gutenthaler. (Foto: Lukas Weingartner)

Jungen Leuten soll die Lehre in der Region als spannender Ausbildungsweg präsentiert werden.

BEZIRK FREISTADT. Wird es in Zukunft genug Lehrlinge geben? Das wird eine der zentralen Zukunftsfragen für die weitere Entwicklung des Bezirkes. Mit maßgeschneiderten Maßnahmen will man jetzt dafür sorgen, dass der Bedarf in der Region abgedeckt werden kann. Ein zentrales Projekt ist das Lehrlingsparlament Freistadt, das der Abwanderung Jugendlicher durch die aktive Einbindung in Form eines Lehrlingsparlaments entgegenwirkt. "Die Lücke bei den Facharbeitern soll teilweise geschlossen werden, indem die Lehrlinge in der Region gehalten werden. Den jungen Freistädtern wird die Möglichkeit gegeben, ihren Lebens- und Arbeitsraum aktiv mitzugestalten und ihre persönlichen und beruflichen Perspektiven deutlicher wahrzunehmen", erklärt Wirtschafts-Landesrat Michael Strugl das Projekt.

Auspendeln ein Problem
Gerade das Auspendeln von Lehrlingen in den Zentralraum ist auch angesichts der demografischen Entwicklung eine große Herausforderung fuür eine regionale Wirtschaft. "62,5 Prozent der im Bezirk Freistadt wohnenden Lehrlinge pendeln in andere Bezirke aus", weiß die Obfrau der Wirtschaftskammer Freistadt, Gabriele Lackner-Strauss. „Wir möchten deshalb mit unserer Initiative von den Lehrlingen erfahren, was wir unternehmen können, damit eine Lehre in der Region in Zukunft attraktiv bleibt. Gerade junge Menschen sollen an der weiteren Entwicklung ihrer Region mitarbeiten und ihre Wünsche und Anliegen an die Politik formulieren", so Lackner-Strauss. Bei der Lehrlingsmesse im November sollen bereits erste Ergebnisse präsentiert werden.

"Unser Zugang ist, dass die Lehrlinge selbst ihre Motive für einen Lehrberuf in der Region sichtbar machen, aber auch ihre Anliegen und Wünsche an das Umfeld klar definieren. Sie sind die Fachkräfte der Zukunft, die es gilt, in der Region zu halten, denn in vielen Fällen kehren sie nach der Beendigung einer Lehre nicht mehr zurück“, weiß Baumeister Wolfgang Gutenthaler aus der Praxis. "Junge Menschen sind auch das Fundament in vielen Vereinen und Organisationen. Wichtige Einrichtungen werden zunehmend unter Druck kommen, wenn die Lehrlinge nicht ,vor Ort‘ sind. Eine Lehrausbildung in der Region bietet für die jungen Leute vielerlei Vorteile. Umso mehr wollen wir den jungen Leuten die Lehre in der Region als spannenden Ausbildungsweg präsentieren und als wertvollen Teil der regionalen Gesellschaft sichtbar machen“, so Gutenthaler. In seinem Betrieb wurden bereits 143 Lehrlinge ausgebildet, 90 Prozent der Stellen werden intern nachbesetzt.
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