Hopfen und Malz – Gott erhalt`s!
BEZIRKSBLÄTTER-Redaktion zu Besuch bei Zillertal Bier.
Zweifelsohne gibt es für einen Journalisten Termine bei denen er sich, aufgrund von marginalem Interesse, am liebsten kaum vom Schreibtisch erheben würde. Eine Einführung in die Kunst des Bierbrauens ist allerdings eine Geschichte, an der man allein aufgrund der volkswirtschaftlichen Bedeutung nicht vorbeikommt und warum soll die Arbeit nicht hin und wieder auch ein wenig Spaß machen?
ZELL a.Z. (fh). Vorurteilsbehaftet und mit gefährlichem Halbwissen über die Kunst des Bierbrauens bewaffnet mache ich mich auf den Weg in jenen Ort, wo Jahr für Jahr das größte Trachtenfest Österreichs stattfindet – nach Zell am Ziller. Am Ortsrand erhebt sich unübersehbar die Brauerei von Zillertalbier und lässt auf mehr hoffen. Nach der Ankunft werde ich durch die riesige Lagerhalle in das Büro des Braumeisters geleitet und wundere mich darüber, wie man Bierkisten so hoch stapeln kann. Unweigerlich fällt mir das allseits bekannte Bierkisten kraxln ein aber diese Höhe dürfte selbst für den kühnsten Kletterer unerreichbar bleiben. Einige Minuten und circa 10 Geruchserlebnisse später stehe ich vor dem Büro des Braumeisters, der mich herzlich empfängt und gleich auf eine Tour unter dem Motto „der Weg des Bieres“ mitnimmt. Die alte Brauerei mitten im Ort von Zell besuchen wir auch – hier wird nicht mehr allzuviel getan doch die alten Maischpfannen aus Kupfer werden noch voll für den Produktionsprozess gebraucht und die Temperatur in diesem Raum ist nichts für Menschen, die schnell ins Schwitzen kommen.
Erfolg durch Qualität
Vom Anfang bis zum Ende der Führung erläutert Braumeister Kaufmann jeden einzelnen Schritt der Produktion mit beeindruckender Genauigkeit und es bleiben keine Fragen offen. Die Rohstoffe für die Produktion der acht verschiedenen Biersorten von Zillertal-Bier sind von höchster Qualität und darauf schaut nicht nur der Braumeister selbst sondern auch Geschäftsführer Martin Lechner. Er führt das Unternehmen höchst erfolgreich und sieht die Stärke von Zillertal Bier besonders in der regionalen Verwurzelung: „Wir sind keine Brauerei, die die halbe Welt beliefert sondern wir bleiben hier in der Region, denn regionale Wertschöpfung ist für uns das um und auf“, lässt der Chef wissen. Zum Abschluss meines Besuches werde ich noch mit einem Gläschen schmackhaften Märzenbier verabschiedet und mache mich wieder auf den Weg hinaus aus dem Bierhimmel und weiß jetzt, was ich im nächsten Leben mache.
Florian Haun
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