19.03.2016, 00:00 Uhr

Ein Haus mit Leben in Orth

Obfrau Elisabeth Kovacs mit ihrem Sohn und Stellvertreterin Maria Wambach erarbeiten das Konzept. (Foto: privat)

Die Gemeinde Orth soll Standort für besondere Pflegeinrichtungen werden. Ein Verein wurde gegründet.

ORTH. Es begann mit einer privaten Bewegung. Elisabeth Kovacs, die Mutter eines schwerbehinderten Kindes stellte die Frage: "Wie wird die Betreuung meines Kindes aussehen, wenn ich selbst nicht mehr dazu in der Lage bin? Welche pflegerischen Angebote gibt es in der Region?" Und beschloss mit einer Gruppe Gleichgesinnter, ein entsprechendes Angebot zu schaffen.
Vergangenen November wurde der Verein "Haus mit Leben" geschaffen. Sein Ziel: Ein neues Zuhause mit persönlicher Betreuung für behinderte und schwerstbehinderte Menschen zu schaffen.
Vorstandsmitglied Ronald Pelikan erläutert den Plan: "Wir sind auf der Suche nach einem geeigneten Grundstück und haben bereits zwei Flächen ins Auge gefasst. Parallel dazu läuft die Erstellung eines Konzepts, das dem Land im Frühling vorgelegt wird." Noch ist offen, ob der Verein oder ein Trägerpartner wie Caritas oder Lebenshilfe das Haus leiten werden. Die Finanzierung soll über das Land Niederösterreich und Eigenmittel des Vereins, durch Mitgliedsbeträge und Spenden, laufen. "Zudem brauchen wir eine Bankenfinanzierung", sagt Pelikan, der hofft, viele Vereins-Mitglieder gewinnen zu können.
Die Gemeinde Orth unterstützt das Projekt. Man will sich als soziale Modellgemeinde positionieren, beherbergt Orth doch ein Landespflegeheim, eine Johanniter-Station, ein Ärztezentrum und den internationalen Konzern Baxalta/Pfizer.
Das Credo des Vereins: Oasen schaffen, wo der Mensch noch Platz hat. "Ich bin überzeugt davon, dass das auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten möglich ist", ist Pelikan otimistisch.

www.hausmitleben.at
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