09.05.2016, 15:28 Uhr

Mehr als die Hälfte pendelt

Tägliches Pendlerschicksal: Zu Stoßzeiten bleibt die Wahl zwischen Überfüllung im Zug und Stau auf der Straße. (Foto: Seidl)

Arbeiterkammer NÖ zeigt in aktueller Studie, dass seit 2014 erstmals mehr als die Hälfte der NÖ-Arbeitnehmer pendelt.

BEZIRK (up). Die AKNÖ untersucht bereits seit 25 Jahren im Fünfjahresrhythmus die Entwicklung der Pendlerzahlen. Aktuell pendelt mehr als die Hälfte der berufstätigen Niederösterreicher in einen anderen Bezirk oder anderes Bundesland in die Arbeit – doppelt so viele wie bei der ersten Untersuchung. Nur ein Viertel findet einen Arbeitsplatz in der Wohngemeinde.
Gänserndorf hat prozentuell den zweithöchsten Anteil an Auspendlern in ganz Niederösterreich, nach Wien-Umgebung. 34.148 Menschen im Bezirk Gänserndorf, als etwas mehr als ein Drittel der Gesamtbevölkerung des Bezirks sind unselbstständig Beschäftigte. 23.856 (69,2 Prozent) davon sind Auspendler, arbeiten also in einem anderen Bezirk. Der Großteil der Gänserndorfer Pendler fährt nach Wien (75,49 Prozent), weitere 7,37 Prozent nach Mistelbach.
Die Zahl jener, die aus einem anderen Bezirk nach Gänserndorf pendeln, ist deutlich geringer: 5960 Personen. Sie kommen vorwiegend aus Wien, Mistelbach und der Slowakei.

Leben im Auto

Der Pendlersaldo des Bezirks ist damit negativ - 17.896 weniger Ein- als Auspendler. Gänserndorf könnte insgesamt nur 47,6 Prozent der hier lebenden Berufstätigen mit einem Arbeitsplatz versorgen und ist damit Schlusslicht in ganz Niederösterreich.
Übrigens: Laut aktueller Mediaanalyse verbringt jeder Weinviertler täglich unglaubliche 122 Minuten im Straßenverkehr. Der niederöster

reichweite Mittelwert liegt bei 105 Minuten.

Park+Ride-Anlagen

Das Thema öffentlicher Verkehr und Park+Ride-Anlagen gewinnt an Bedeutung, steigt doch die Zahl der Pendler kontinuierlich an (+6,9% in fünf Jahren). In Niederösterreich sind aktuell 36.000 Pkw-Stellplätze vorhanden. Nächstes Jahr wird die Park+Ride-Anlage in Gänserndorf um 400 Stellplätze erweitert. Geplant sind außerdem Anlagen in Silberwald und an der Ostbahn - in Raasdorf, Glinezndorf, Untersiebenbrunn, Leopoldsdorf und Lassee.
Lesen Sie nächste Woche: Das Rennen von Gänserndorf nach Wien: Öffi gegen Pkw.

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Zur Sache

Für die Pendler stehen im Land NÖ derzeit mehr als 36.000 Pkw- und 23.000 Zweirad-Stellplätze auf Park+Ride-Anlagen an Bahn- und Busbahnhöfen zur Verfügung.
Zahl der Arbeiter 2014 in NÖ: 482.066 (+5,2% zu 2009); Auspendler (aus Sicht der Wohnortes): 288.129 (+8%), Einpendler (aus Sicht der Arbeitsplatzes): 205.318 (+13,3%).
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