14.04.2016, 21:40 Uhr

PROTTES IST ANDERS!

überall wurde gereinigt - warum nicht am Hauptplatz?
Das (Nicht)Ergebnis der Verkehrsverhandlung Hauptplatz Neu versetzt die Bürgermeisterin und die ÖVP in große Unruhe.
Bei der Verhandlung wurden viele heikle Themen des Ortes angesprochen – vor allem Verkehr und Unfallhäufigkeit, Entwässerung/Kanal – und jedes der behandelten Themen zeigt, dass jahrelang geschlampt, falsch informiert und unseriös gearbeitet wurde.
Zum Thema Verkehr:
Bei der Verhandlung konnte nachgewiesen werden, dass die Planung und der Straßenaufbau auf einer unvollständigen Verkehrserhebung beruhen. Die der Planung zugrunde gelegten Zahlen wiesen auffällig wenig Schwerverkehr auf – kein Wunder: die Erhebungen wurden teilweise am Wochenende gemacht. Der Verhandlungsleiter hat damit die Verhandlung unterbrochen und es wurde eine korrekte Erhebung und Berechnung beauftragt.
Das einzige Argument der Bürgermeisterin für den Umbau hielt auch nicht stand – es kann kein erhöhtes Unfallgeschehen nachgewiesen werden. Dem zuständigen Sachverständigen für Verkehr des Landes NÖ lagen dazu keine „auffälligen“ Daten vor.
Zum Thema Ortskanal:
Derzeit herrscht in Sachen Kanal seitens der Gemeinde große Betriebsamkeit – das ist ja so weit einmal gut.
Aber:
Die Kanalinspektionen der Fa. Strabag erfolgten bereits 2010/2012. Bereits 2012 war eindeutig der Zustand der Kanäle bekannt, und wie wir wissen, auch vehement bestritten von der Bürgermeisterin. 2015 - DREI Jahre und ein Hochwasserereignis (August 2014) später - wurde dann doch ein Sanierungskonzept beauftragt. Diese Studie weist nach, dass sich der Ortskanal bereits im Jahr 2012 in einem fahrlässig schlechten Zustand befand. Es müssen Sofortmaßnahmen von rund Euro 600.000,- gesetzt werden und in den nächsten 5 Jahren ist mit einem Sanierungsbedarf von insgesamt Euro 1,500.000,- zu rechnen.
Der Kanal am Hauptplatz ist streckenweise zu sanieren und gegebenenfalls zu erneuern – das wussten alle, die sich für den Umbau des Hauptplatzes stark gemacht haben – allen voran die Frau Bürgermeisterin und der damalige Gemeindevorstand. Bedenkenlos hätten Sie eine neue Straße über den kaputten Kanal betoniert – Hauptsache wir feiern 900 Jahre Prottes.
Es ist uns unter anderem durch die Verkehrsverhandlung gelungen, diese Tatsachen öffentlich zu machen – niemand kann behaupten, das alles nicht gewusst zu haben bzw. nicht zu wissen.
Die Neubesetzungen in der ÖVP legen den Verdacht nahe, dass intern nur die zum Zug kommen, die am verlässlichsten die politischen Leichen im Keller halten.


Was geht denn in der ÖVP vor?
Wird Prottes von einer politisch verbissenen Bürgermeisterin unterjocht? Wäre es nicht höchst an der Zeit, innerhalb der ÖVP klarzustellen, ob es rechtens und richtig ist, das Bürgermeisteramt auf das private Betätigungsfeld einer Person zu reduzieren?

Wir fordern:
DIESES Hauptplatzprojekt muss gestoppt werden – Pfusch bleibt Pfusch!
• Sofortiges Asphaltieren der geschotterten Künette
• Reparatur der desolaten Gehsteige

Nachhaltige Erneuerung/Instandsetzung unserer Kanäle
Betreiben und Forcieren der Hochwasser-Schutzmaßnahmen – lt. Info der NÖ-Landesregierung sollen diese erst 2018 in Angriff genommen werden
Erarbeitung eines Ortsentwicklungskonzeptes unter Einbindung der Ortsbevölkerung und Unterstützung durch erfahrene Experten.
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.