07.06.2016, 11:23 Uhr

Das Radar erzieht die Lenker

Sofortstrafen nach der Lasermessung bleiben im Gedächtnis der Bleifuß-Lenker(innen). (Foto: Foto: Mikscha)

Serie Teil 6: In Niederösterreich stehen 148 Radarkabinen. Zudem sorgen mobile Radar für Verkehrserziehung.

BEZIRK GMÜND. Rund um die Uhr sorgen Radarboxen für mehr Verkehrssicherheit. Neben den fixen Standorten schwirren die Polizisten jedoch immer öfter mit mobilen Radaranlagen aus, um dem „gelernten“ Raser entgegenzuwirken. Mittlerweile kommt die Exekutive in NÖ allein mit ihren mobilen Messgeräten auf rund 45.000 Einsatzstunden pro Jahr. Langfristig führt diese Präsenz laut Polizei zu niedrigeren Durchschnittsgeschwindigkeiten.

Keine fixen Radarkästen

Der Bezirk Gmünd hätte zwar einige potentielle "Rennstrecken" zu bieten, mit fixen Radargeräten ist aber keine einzige davon ausgestattet. Fixe Radarboxen werden nur aufgestellt, wenn die Kriterien eines 3-Stufenplans des Innenministeriums erfüllt werden. Da dies derzeit nicht der Fall ist, werden im Bezirk Gmünd keine fixen Radarboxen installiert. Im Bezirk Waidhofen hingegen wachen beispielsweise sechs Fix-Radargeräte über die Geschwindigkeitsdisziplin der Autofahrer.
Bezirkshauptmann-Stv. Martha Haselsteiner erläutert die Handhabe der mobilen Radar-Überwachung: "Zweimal im Monat werden mobile Radargeräte im Bezirk Gmünd durch die Landespolizeidirektion NÖ eingesetzt. Die Aufstellung veranlasst entweder die Landespolizeidirektion NÖ bzw. bei Bedarf (z.B. Beschwerden, Unfallhäufung) die Bezirkshauptmannschaft Gmünd."

81.160 Euro Radarstrafen im Jahr 2015

Im Bezirk Gmünd wurden im vergangenen Jahr 81.160 Euro mittels Radarstrafen lukriert. Dieses Geld fließt nicht der Bezirkshauptmannschaft zu, sondern gelangt je nach Übertretung (Straßenverkehrsordnung, Kraftfahrgesetz) zu verschiedenen Stellen:
Bei Geschwindigkeitsübertretungen nach Kraftfahrgesetz kommt das Geld der Sozialhilfe zugute, bei Geschwindigkeitsübertretungen nach der StVO fließt das Geld dem Straßenerhalter (Land/Bund, Gemeinde, Private) zum Zwecke der Straßenerhaltung zu, wobei davon ein Anteil - bei Wahrnehmung der Geschwindigkeitsübertretung durch die Bundespolizei - dem Bund zwecks Deckung der Personalkosten zukommt.


Serienradars erziehen besser

Zur Erziehungsarbeit Radar hält Bezirkspolizeikommandant Wilfried Brocks fest: "Serienradars erziehen mehr. Dabei werden fünf, sechs Radars in einer Reihe aufgestellt. Es gibt immer wieder Leute, die es schaffen, drei, vier Radars hintereinander auszulösen, innerhalb von 20 Minuten. Das kann dann richtig teuer werden und das erzieht auch nachhaltig. Noch mehr erzieht aber eine Lasermessung und eine sofortige Strafe. Bei den Boxen kommt der Brief einige Wochen später, dann ist der "Aha-Faktor" eher kleiner."

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Gewinnfrage 6:
Mit welchem Strafausmaß muss man für 76 km/h im Ortsgebiet rechnen?

Zur Sache:

Im Jahr 2015 betrug der Durchschnitt der verhängten Strafen im Bezirk Gmünd 51 Euro. Dabei war die geringste Strafe 30 Euro und die höchste Strafe 700 Euro. Für massive Geschwindigkeitsübertretungen (mehr als 40 km/h im Ortsgebiet bzw. 50 km/h auf Freilandstraßen) muss man in NÖ mit Strafen zwischen 150 und 2.180 Euro rechnen.
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