14.03.2016, 10:44 Uhr

Der Baumverbesserer

Mittels Veredelung seiner Obstbäume hat sich Norbert Edinger aus Kirchberg ein wahres Frucht-Eldorado geschaffen.

KIRCHBERG AM WALDE (pp). Interessiert hat ihm das alte Wissen rund um Obstbäume schon immer. Daher hat Norbert Edinger bereits vor 19 Jahren einen Obstbaumveredelungskurs samt Baumschnittschulung in St. Martin gemacht und dann im Garten seines Elternhauses herumexperimentiert. Seinen Traum hat er sich mit Gattin Ingrid in Kirchberg am Walde erfüllt: einen großen Garten. Mittlerweile umfasst dieser 28 Obstbäume und 20 Laub- und Nadelbäume. Neben den gängigsten wie Apfel-, Birne-, Kirschen- und Pfirsichbäumen gibt es auch eher ungewöhnliches wie Ginkobaum, Zedern, Robinie, Nashi-Birne, Ulme, Maroni, Sanddorn, Asperl und Dirndlstrauch. Weiters gibt es einen Apfelbaum mit 6 verschiedenen raufveredelten Apfelsorten oder eine Ringlotte mit unterschiedlichen Pfirsich- und Marillensorten. Besonderen Wert legt er bei seinen Bäumen auch auf eine ordentliche Baum-Erziehung. Neben dem Erziehungsschnitt wird natürich gespreizt oder hochgebunden, wo es notwendig ist.

Besonders beliebt ist der Garten auch im Herbst bei den Nachbarskindern, wenn für die Schule oder den Kindergarten getrocknete Blätter gebraucht werden. Denn da ist man mit so vielen verschiede Blattsorten echt vorne dabei!

Gelernt hat Norbert Edinger beim Veredeln auch die Pfopfen- und Okuliermethode, er wendet aber hauptsächlich das Kopulierverfahren an. Einschneiden, Gegenzunge ritzen, zusammenstecken, verschließen und Baumwachs drüber geht ihm ganz leicht von der Hand und schaut sehr professionell aus. Hat er ja auch schon etliche Male gemacht. Und genau das ist auch sein Problem. "Die Möglichkeiten in meinem Garten sind fast erschöpft, der Platz gefüllt!", meint der Garten-Guru.

Seine Kinder Jonathan und Sophie lassen sich eher die Obstvielfalt schmecken, doch sein Sohn Arthur zeigt erste Tendenzen, vielleicht in Fußstapfen vom Papa zu treten. Der Junior interessiert sich ebenso für das alte Wissen, dass früher auf jedem Bauernhof zuhause war. Wäre ja auch wirklich schade, wenn es verloren gehen würde.
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