14.06.2016, 10:30 Uhr

Führerschein: Würden Sie bestehen?

Erfolgreich absolvierten Helga Rosenmayer und Andreas Weber ihre Führerschein-Prüfungsfahrt bei Ewald Siegl.

Serie Teil 7: Wir haben Testpersonen mit über 20 Jahren Erfahrung antreten lassen, Experten erklären die häufigsten Fehler.

BEZIRK GMÜND (eju). 1841 Führerscheine wurden im Jahr 2015 im Bezirk Gmünd laut Bezirkshauptmannschaft neu ausgestellt. Diese Personen haben die theoretische und praktische Prüfung also geschafft. Doch wie sieht es mit Verkehrsteilnehmern aus, bei denen der Test vor mehr als 20 Jahren stattgefunden hat? Wir haben den Test gemacht.

Testpiloten gefunden

Als willige Testpiloten erklärten sich einerseits die Gmünder Bürgermeisterin Helga Rosenmayer, andererseits der PKW-afine AVIA-Chef Andreas Weber von der Aviastation beim Gmünder Kreisverkehr bereit. Auf die Finger und aufs Gaspedal achtete Easy Drivers Gmünd-Leiter Ewald Siegl.
Zuerst nahm Bgm. Helga Rosenmayer hinter dem Lenkrad Platz. Sie erinnerte sich daran, dass ein Rundgang ums Auto vor der Wegfahrt durchaus Sinn machen kann: "Vor Jahren lag ein Betrunkener hinter meinem Auto, der leicht hätte überfahren werden können." Die Fahrt führte durch die Gäss-#+chen von Gmünd-Neustadt bis nach Großdietmanns und zurück.

Wie gewonnen, fast zerronnen

Dort übernahm Andreas Weber den schwarzen Golf TDI. Er erinnerte sich daran, dass er seinen Führerschein am Prüfungstag beinahe wieder abgegeben hätte: "Ich musste ihn in Zwettl von der BH abholen. Meine Mutter hatte keine Zeit, so bin ich selber gefahren und hatte es eilig, damit ich vor 12 Uhr hinkomme. Dabei hat mich die Polizei prompt mit 76 km/h im Ortsgebiet erwischt. Zur Strafe durfte ich den Schein erst drei Wochen später übernehmen." Bei seiner aktuellen "Prüfungsfahrt" chauffierte er die Passagiere bis zur Hoheneicher Ortsgrenze und zurück zum Easy-Drivers-Parkplatz.

Fehler schleichen sich ein

Ewald Siegl fasste die Fahrten beider Kandidaten zusammen: "Wenn man den Führerschein längere Zeit hat, weiß man, was gefährlich sein könnte, macht aber oft gewisse Dinge nicht mehr, die bei einer Prüfung nötig sind. Dazu gehört der 3-S-Blick. Auch das rechtzeitige Blinken oder die zu schnelle Annäherung an Kreuzungen, wo sich ein Gewohnheitsvorrang eingeschlichen hat, gehört dazu." Die Geschwindigkeit im Ortsgebiet sei ebenfalls oft eine Sache, die nicht so genau ausgelegt werde, der "50er" sei oftmals ein 60er, so Siegl und beschreibt die gängige Praxis: "Bei Prüfungen werden die Fehler, die ein Prüfling macht, penibel notiert. Drei leichte Fehler gelten als mittelschwerer Fehler, drei mittelschwere als schwere Fehler und nach zwei schweren Fehlern heißt es: "Bitte nochmals kommen" für den Prüfling." Das war bei den beiden Gmünder Prüflingen zum Glück aber nicht notwendig.

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Gewinnfrage 7:

Wie viele risikobehaftete Vormerkdelikte kennt der seit 2005 gültige „Punkte-Führerschein“?

Zur Sache:
Einer der 13 risikobehafteten Vormerkdelikte des seit 2005 gültigen „Punkte-Führerscheins“ ist die Nichtbeachtung des Rotlichts. Weitere Vergehen wären etwa zu geringer Sicherheitsabstand, Nichtbeachtung der Kindersicherung oder das Befahren des Pannenstreifens (Ausnahme Rettungsgasse). Alles zum Thema auf meinbezirk.at/steigein
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