24.05.2016, 12:59 Uhr

Mega-Rohrbruch in Litschau

EVN-Gebietsleiter Walter Traxler und EVN-Mitarbeiter Andreas Bayer vor dem reparierten Wasserleitungsrohr.

1.500 Kubikmeter Wasser schossen durch den Asphalt aus der gebrochenen Hauptwasserader.

LITSCHAU (eju). "Vergangene Woche am Dienstag kam es im Bereich Unterer Stadtplatz in Litschau zu einem Rohrbruch bei einer 25 cm im Durchmesser messenden Leitung. Wir haben sofort mit den Arbeiten begonnen, also die Wasserversorgung einzustellen. Von der EVN waren fünf Mitarbeiter die gesamte Nacht über vor Ort im Einsatz.

Reparatur in der Nacht

Gemeinsam mit unserer Kontrakt-Firma Leyrer & Graf wurde die Straße, nachdem die Wasserversorgung abgestellt war, im Bereich des Rohrbruches aufgegraben. Die Reparaturarbeiten am geplatzten Rohr der Asbestzementleitung dauerten die gesamte Nacht über an. Um sechs Uhr früh konnte das Wasser wieder zum Spülen der Leitung aufgedreht werden. Anschließend wurde chloriert. Das ist als reine Vorsichtsmaßnahme zu verstehen, falls es zu einer Verunreinigung gekommen sein sollte. Wir raten auch an, das Wasser vor Gebrauch etwa drei Minuten abzukochen", erklärt EVN-Bezirksleiter (WT & GD) Walter Trachsler im BB-Gespräch.


Verschleißerscheinung

Durch den Rohrbruch seien etwa 1.500 Kubikmeter Wasser ausgelaufen, so Trachsler. An einer stark befahrenen Straße, so wie im gegenständlichen Fall, könne so ein Rohrbruch durch die immer währenden Erschütterungen und Vibrationen durchaus auftreten, besonders bei den alten Asbestzementleitungen. Das Heikle an diesem Rohrbruch sei gewesen, dass er ausgerechnet am tiefsten Punkt Litschaus passiert sei, daher habe es eine Weile gedauert, die Leitungen leer zu pumpen.
Die EVN hat das Leitungsnetz Litschaus mit 1. Jänner 2016 übernommen, so Trachsler, dieses Gebrechen sei das erste große für die Mitarbeiter in Gmünd.


Stolz auf seine Mitarbeiter

"Man kann stolz sein, so engagierte Mitarbeiter zu haben, die die ganze Nacht durcharbeiten, damit die Litschauer am Morgen wieder ihre Wasserversorgung haben", teilt Trachsler Lob aus.

Dank an die Feuerwehr

Bgm. Rainer Hirschmann ergänzt: "Die EVN hat in Zusammenarbeit mit der Firma Leyrer & Graf sehr schnell und professionell reagiert. Mein Dank gilt auch der FF Litschau, die eine starke Tauchpumpe zur Verfügung gestellt hat, damit wir das Wasser aus der Künette pumpen können. Auch unser ehemaliger Wassermeister hat mitgeholfen, da er am besten weiß, wo die ganzen Schieber für eine Wasserunterbrechung zu finden sind. Die EVN hat Mineralwasser für das Pflegeheim und die Schulen und Kindergärten zur Verfügung gestellt und bezahlt."
Die momentane Empfehlung, das Wasser abzukochen, und die Chlorierung der Leitungen seien reine Vorsichtsmaßnahme.
Auch die Straßenmeisterei sei verständigt worden. Da es durch den massiven Wasseraustritt zu einer Unterspülung gekommen sei, müsse diese nun überprüfen, ob und, wenn ja, wo größere Straßensanierungen im Rohrbruchbereich nötig seien.

Inzwischen ist das Wasser wieder wieder in einwandfreier Qualität genießbar, wie die EVN verlautbart.
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