21.07.2016, 11:04 Uhr

Polizei fasst den Ticket-Automaten-Sprenger

Einen Schaden von insgesamt 90.000 Euro richtete der Pole bei den beiden Sprengungen an. (Foto: Polizei)
SCHWARZENAU/MISTELBACH. Ein 32-jähriger Mann aus Polen, der nach einem Tankbetrug festgenommen wurde, wird Dank intensiver Tatortarbeit verdächtigt, am 6. und 22. März in den Nachtstunden, je einen Ticketautomaten bei den Bahnhöfen Schwarzenau und Paasdorf, Bezirk Mistelbach, mit einem pyrotechnischen Gegenstand gesprengt haben.


Trümmer flogen auf Geleise

Durch die enorme Detonationskraft wurde die massive Eisentüre des Fahrausweisautomaten in Schwarzenau mehrere Meter weit auf die Bahngeleise geschleudert und das Innenleben des Automaten zur Gänze zerstört. Ferner sind durch die Sprengkraft sämtliche Glasflächen des Wartehauses zerbrochen.
Auch in Paasdorf wurde aufgrund der mächtigen Detonationskraft der Fahrausweisautomat völlig zerstört. Weiters wurden durch die Sprengkraft mehrere Risse im Mauerwerk des gemauerten Wartehauses, in dem sich der Automat befand, verursacht. Bei dieser Tathandlung brach der Täter auch die Türe zu einem Nebenraum auf und zerstörte den dortigen Verteilerkasten.


Viel Schaden, wenig Beute

Der Beschuldigte soll aus den Kassen der beiden Ticketautomaten insgesamt einen niedrigen vierstelligen Eurobetrag erbeutet haben. Die Gesamtschadenssumme wir mit rund 90.000 Euro beziffert.


Nach Tankbetrug geschnappt

Bedienstete des Landeskriminalamtes Niederösterreich, Assistenzbereich Tatort, sicherten mehrere Spuren an den Tatorten. Weiters wurden vom Bundeskriminalamt, Kriminaltechnik, die vorgefundenen Fragmente der beiden Sprengkörper untersucht, wobei festgestellt werden konnte, dass beide Sprengsätze höchstwahrscheinlich baugleich waren. Aufgrund der akribischen Tatortarbeit sowie den intensiven Ermittlungen gelang es den polnischen Staatsbürger als Verdächtigen auszuforschen.

Nicht geständig

Am 25. März wurde der 31-Jährige von Bediensteten der Polizeiinspektion Mistelbach nach einem Tankbetrug in Mistelbach festgenommen. Er befindet sich derzeit in der Justizanstalt Korneuburg in Haft. Der 31-Jährige wurde unter anderem wegen Verdacht des Einbruchsdiebstahls sowie der vorsätzlichen Gefährdung durch Sprengmittel der Staatsanwaltschaft Korneuburg angezeigt. Er zeigte sich nicht geständig.
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