08.10.2016, 11:49 Uhr

Ein Gruß aus der Vergangenheit

Der Gmünder Gemeinderat durfte allerlei Erfreuliches beschließen

GMÜND (mm). Die Sitzung des Gemeinderates am 7. Oktober begann mit der Ernennung von Michael Prinz zum Zivilschutzbeauftragten, ein Urkunde wurde überreicht. Danach war Dringlichkeit geboten, hatte die SPÖ doch zwei Dringlichkeitsanträge zu den Themen "Taxi für bedürftige EinwohnerInnen" und "Lagermuseum" als Gedenken an das ehemalige Flüchtlingslager eingenbracht. Beide blitzten an der VP-Mehrheit ab und wurden somit nicht in der Tagesordnung behandelt. Das "GmünderInnen-Taxi" wäre dermaßen angedacht, daß für jeden der mindesten Pflegestufe 1 hat, dieses von einer privaten Firma zu stellende Taxi für Behördenwege, Arzt- und Krankenhausbesuche in Anspruch hätte nehmen dürfen. Ein 50prozentiger Zuschuss zum Fahrpreis wäre angedacht werden sowie eine Deckelung der Kosten von 5000 Euro. Die zweite Abfuhr bezüglich des Museums erfolgte, weil eben dieses bereits von Gemeindemitarbeiter Harald Winkler zusammengestellt werde und auch die Örtlichkeit schon fix sei, so Bürgermeisterin Helga Rosenmayer.

Mülltransfer
Die Altstoffsammelzentren Gmünd und Hoheneich werden in Hoheneich gebündelt, ab sofort müssen Altstoffe in das Sammelzentrum Hoheneich gebracht werden. Vorteil ist, dass der oftmalige Stau in der Weitraerstrasse damit Geschichte ist und der neue Abgabeort verkehrsgünstig direkt neben der B41 liegt. Auch die Erweiterung des Gmünder Bauhofs kann so in Angriff genommen werden. Damit einher geht eine Ersparnis an Dienststunden der Mitarbeiter. Die Stadtgemeinde Gmünd wird sich in weiterer Folge finanziell beteiligen und beispielsweise einen Bürocontainer in Höhe von 4.560 Euro netto anschaffen.

Unten Durch
Die Unterführung unter der B41 im Zuge des Teichkettenwegs wird im Frühling 2017umgesetzt, die Kosten für die Stadt Gmünd werden sich auf 147.00 Euro belaufen, die Land Niederösterreich übernimmt die laufende Wartung und das Projekt befindet sich dann auch im Eigentum des Landes Niederösterreich. Beatrix Vischer-Simon (SPÖ) kommentierte die guten Nachrichten mit: "Wir möchten feststellen dass wir uns freuen!"

Hoheitsschutz
Die immer umfangreicheren Aufgaben von Hoheitsträgern wie Bürgermeistern und Gemeinderäten sowie die damit einher gehende hohe Verantwortung macht eine Absicherung gegen leicht existenzbedrohende Ansprüche von Dritten, die durch unter großen Druck entstandene Fehlentscheidungen hervorgerufen werden können, nötig. Gmünd begibt sich hier auf die sichere Seite und schließt einen Vertrag mit der Niederösterreichischen Versicherung ab, die gegen eine Prämie von 3.777 Euro im Jahr die Hoheitsorgane ruhiger schlafen lässt.

Edler Spender
Berührend war die Geschichte eines namentlich nicht genannten Kriegsheimkehrers, der damals in Gmünd gestrandet war, am Bahnhof in der Not zu essen bekam und nun, Jahrzehnte später, als verspätetes Dankeschön 15.000 Euro dem Caspar-Kiehtreiber-Fonds spendete. Dieses Geld soll unverschuldet in Not geratenen Menschen nach Ermessen der Stadtgemeinde zur Verfügung gestellt werden.

Letzte Ruhe neu
Am 29. Oktober wird der neue Urnenhain auf dem Gmünder Friedhof feierlich eröffnet. Alle BürgerInnen sind dazu aufs herzlichste eingeladen.
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