28.09.2016, 00:00 Uhr

Schluss mit Schnarchen

Dr. Gert Wurzinger lässt in das Schlaflabor blicken und erklärt die Auswertungen aus dem Probeschlafen.
Schnarchen ist nicht nur das Leiden geplagter Ehepartner. Das nächtliche Sägen birgt eine Vielzahl an Risiken für den Schnarcher, aber auch für die Gesellschaft. Anlässlich des 100jährigen Bestehens des LKH Enzenbach öffnet das Schlaflabor am 30. September von 12:00 bis 16:00 Uhr seine Türen. Besucher bekommen Einblick in die Untersuchungsgeräte und Informationen zu schlafbezogenen Atemerkrankungen.

Schnarchen kann das Leben schlagartig verändern

Schlaf ist ein wichtiger Bestandteil unseres Lebens und dient dazu, dass wir uns von den Anstrengungen des Tages erholen können. Schnarchen kann auf eine Schlaf-Apnoe hinweisen, von dem vier Prozent aller Männer und zwei Prozent aller Frauen über 50 Jahre betroffen sind. In den meisten Fällen führt schnarchen zu kurzfristigen Atemstillständen und damit zu Sauerstoffmangel im Körper. Jetzt schlägt das Gehirn Alarm und der Schnarcher wird in einer Notfallreaktion ohne es zu merken aus dem Schlaf gerissen. „Das kann Hunderte Male in der Nacht passieren“, erklärt Prim. Dr. Gert Wurzinger. In dieser Stresssituation wird Adrenalin ausgeschüttet, der Blutdruck steigt, der Puls schnellt in die Höhe und belastet das Herz. Morgendliche Müdigkeit, Gereiztheit, der gefährliche Sekundenschlaf, nächtlicher Herzinfarkt oder Gehirnschlag können die Folge sein.

Es gibt wirksame Hilfen bei Schlaf-Apnoe auch ohne chirurgischen Eingriff. Voraussetzung ist eine Übernachtung im Schlaflabor. „Wir messen Hirnströme, können Traumphasen feststellen und ziehen Schlüsse aus den Augenbewegungen“, gibt Wurzinger Einblick in die Computerauswertungen.
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