04.05.2016, 05:00 Uhr

Die Bierhochburg Graz-Umgebung

In der Bierbotschaft von Anita Herzog in Wundschuh stehen 53 Biersorten zur Auswahl, 16 davon sind ständig angezapft.

Bierbotschaft Herzog und Handbrauerei Forstner unter den besten Österreichs.

Etwas abgelegen, aber für Bier-Feinschmecker einfach nicht zu übersehen, gibt es in Wundschuh und Kalsdorf zwei Privatbrauereien, die nicht nur hier in der Region einzigartig sind. Die Bierbotschaft Herzog und die Handbrauerei Forstner gelten in der Bier-Branche als Hotspot für Genießer.

Ehrung vom Bier-Papst

"Ich habe aus Leidenschaft zum Bier begonnen Bier selbst zu brauen", sagt Anita Herzog. Mittlerweile produziert die Wundschuherin 53 Bier-Sorten. Allein 16 Zapfhähne sorgen in ihrem Bierwirtshaus für immer frischen Biergenuss. Sohn Richard Herzog sorgt für den entsprechenden Gaumengenuss. "Auch bei den Gerichten versuchen wir, den Bezug zum Bier herzustellen", ergänzt die Gastwirtin. Eben deshalb wurde der Betrieb kürzlich im Bier-Guide von Conrad Seidl unter die besten Bierwirte der Steiermark aufgenommen. Die Höchstnote von fünf Krügerln konnten nur zwei Lokale in unserem Bundesland erreichen. Den Hopfen bezieht Herzog teilweise sogar aus Neuseeland. "Dieser Hopfen hat superfeine Aromen. Er ist aber nicht einfach ihn zu bekommen. Es gibt nur rund 100 Hektar davon", weiß die Expertin.
Ebenfalls eine solche auf dem Bier-Sektor ist Elfriede Forstner. Die Kalsdorferin hat mit ihrem Padua-Doppelbock die Auszeichnung für die "Bierinnovation des Jahres 2015" erhalten. In ihrer Handbrauerei wird, wie auch in Herzogs Bierbotschaft, alles selbst produziert. 15 Standard-Sorten sind fix im Programm, dazu kommen noch saisonale Kreationen. "Unsere Biere sind sicher eigenständig. Die handgebraute Charakteristik entspricht nicht dem Mainstream. Es ist ein Bier mit Ecken und Kanten", bringt es Forstner auf den Punkt. Auch der Slogan "Bier für Weintrinker" wird von den beiden Frauen gerne verwendet. Und Forstner sieht ihre Auszeichnung als Auftrag für mehr. "Die Stammbiere waren quasi meine Lehrabschlussprüfung, die drei Sondersorten die Meisterprüfung", schmunzelt Forstner, die gleich wie Herzog die Braukunst selbst erlernt hat. Und "Learning by doing" soll auch das Motto für weitere Bierkreationen aus Kalsdorf und Wundschuh sein. Vielleicht dann wieder mit einer Auszeichnung für die Bierhochburg Graz-Umgebung.
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