17.08.2016, 00:00 Uhr

Fair sein beim Einkauf

Hans Preitler war einer der Motoren, dass Gratkorn 2013 zur Fairtrade-Gemeinde ausgezeichnet wurde.
In Gratkorn plädiert Hans Preitler für Fairness beim Einkauf. Konkret lässt er hinter die Kulissen der Orangensaftindustrie blicken. Ausgepresst dabei werden nicht nur die kugelrunden Früchte.

„Bei uns wird am meisten der Orangensaft gekauft, obwohl wir genug Apfelsaft haben“, bricht Preitler eine Lanze für die heimischen Bauern. Wenn es aber Orangensaft sein muss, dann sollte er aus fairem Handel stammen, so der Sprecher des Arbeitskreises Fairtrade-Gemeinde Gratkorn.

Saftgiganten pressen aus

Laut einer Studie der christlichen Initiative Romero und der österreichischen Umweltorganisation Global 2000 kommen 80 Prozent des Orangensaftes aus Brasilien. Dabei stehen den kleinen Orangenbauern drei Großkonzerne gegenüber. Die drei Saftgiganten verkaufen 50 Prozent des weltweit produzierten Konzentrats. „Die Pflücker werden schlecht bezahlt und sind nicht informiert, wie sie sich gegen die Chemikalien schützen können“, sagt Preitler. Zudem zähle die Kultivierung von Orangen zu den pestizidintensivsten Formen der brasilianischen Landwirtschaft, belegt die Studie. .

„Ich will bewirken, dass sich die Leute bewusst entscheiden, welchen Saft sie kaufen“, sagt Preitler und weist auf Orangensaft aus fairem Handel hin. Dieser findet sich in der Fairtrade-Gemeinde Gratkorn im Weltmarkt der Pfarre, aber ebenso in den örtlichen Handelsketten. „Spar und Billa haben fairen Saft von Pfanner und Rauch, Hofer und Lidl faire Eigenmarken“, appelliert Preitler, gezielt auf das Fair-Trade-Logo auf der Verpackung zu achten. Es garantiert, dass ein Mindeststandard an sozialen Arbeitsbedingungen eingehalten wird. www.supplychainge.org/produkte-at/orangensaft.
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