16.03.2016, 04:30 Uhr

Holz: Baustoff mit Portfolio

Dank dem vielseitigen Naturmaterial sind Holzbauten in puncto Design beim Wohnbau im Trend. (Foto: proHolz)

Holz erlebt im Wohnbau eine Renaissance. Ein Material, das Charakter und Behaglichkeit ausstrahlt.

GRAZ-UMGEBUNG. Überall dort, wo Wohnbau und öffentlicher Raum von Holz dominiert werden, entsteht eine harmonische Beziehung zwischen Architektur, Raumempfinden und Landschaft. Der Architeckt Siegfried Peichler erklärt, was Holz kann.

Traditionsreich

Holz führt zurück zum Ursprung, denn seit jeher gehört das robuste Naturprodukt zum Wohnbau und zum Wohnen dazu. "Früher wurde ein Baum bis zum letzten Baumwipfel verarbeitet: Ob für die Fassade, für das Stadl, das Bett oder den Quirl zum Umrühren für den Sterz", sagt der Eisbacher Peichler. "Holz war ein günstiges Baumaterial, um Wohnraum zu schaffen, da es direkt aus dem eigenen Wald geholt werden konnte."

Tausendsassa

Für Eigenheimsuchende haben Holzbauten viele Vorteile, weiß Peichler: "Zum einen ist Holz ein angenehmes Naturprodukt, das Behaglichkeit ausstrahlt. Es reflektiert die Körperwärme, sodass ein uriges Gefühl empfunden wird, sobald man räumlich von Holz umgeben ist. Zum anderen ist Holz ein trockener Baustoff, der im Bau optimal eingesetzt werden kann." Auch in Sachen Design ist Holz facettenreich, denn es bietet jegliche Formfreiheit. Während Holz früher vorwiegend als nützlicher Rohstoff betrachtet wurde, kann es heute vor allem im Möbelbau mit Stil und Kreativität punkten.
Und wie sieht es mit dem Stadtbild aus? "Wenn ich in ein Gebiet einfahre, dann sind Struktur, Farbe und Form der Wohnbauten entscheidend für ein Stadtbild. Ein gewisser Trend ist bei Holz sehbar. Und in unserer Regionen, zum Beispiel in Judendorf, gibt es wunderbare Beispiele dafür, wie Holz architektonisch gut funktioniert: indem es sich mit seiner Umgebung tarnt."
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