30.03.2016, 19:30 Uhr

Warten auf den Frühling

Karla Hammer kann den Frühling kaum erwarten und pflanzt bereits im März ihre Salatpflanzen.
8151: Rohrbach |

Die Ungeduld des Frühlings: Mit den ersten wärmenden Sonnenstrahlen erwacht das Gärtnerherz von Karla Hammer aus Rohrbach.

"Säst du mich im April, komm ich, wann ich will. Säst du mich im Mai, komm ich glei´", erinnert sich Karla Hammer an das Sprichwort ihrer Großmutter. Das unstete Aprilwetter sorgt für ein unberechenbares Aufgehen der Saat. Ein beständig warmes Maiwetter hingegen beschert ein gleichmäßiges Keimen. Das ungeduldige Warten auf das Frühlingserwachen drängt Karla allerdings bereits im März zur Gartenarbeit. "Kaum sind Schnee und Kälte weg, ist das ganze Sinnen darauf gerichtet", freut sich Hammer und drückt die frischen Pflänzchen vorsichtig in die Frühjahrserde.

Das Klima erwärmen

Um die Salatpflanzen in eine stabilere, wohlige Maiwärme zu hüllen, bedeckt sie Hammer mit einem feinen Vlies. Damit wird ein verändertes Klima erzeugt, da die Sonnenstrahlen unter der Decke gespeichert werden. "In dieser Wärme gedeiht der Salat besser. Meine Großmutter verfügte nicht über dieses Hilfsmittel, daher war sie an ihre Weisheiten gebunden", erklärt die Hobbygärtnerin. Nachdem sie ihren grünen Nachwuchs liebevoll zugedeckt hat, gießt sie Wasser über die durchlässige Klimahülle.

Öfters mal ernten

Auch wenn die wohlige Deckenwärme nicht ganz so zuverlässig ist wie das Gedeihen, das der Mai bewirkt, bewegt die Liebe zur Natur Karla Hammer dazu, bereits in die unbeständige Märzerde zu investieren. Indem sie mehrmals im Jahr sät und setzt, hat sie unterschiedliche Ernteperioden. So hat sie immer frisches Gartengemüse, das sie dem Supermarktangebot vorzieht.

Dem Winter getrotzt

An so mancher Gartenecke sprießt schon grünes Leben. "Die Minze hier gedeiht bereits ohne eine helfende Gartenhand", zeigt Hammer freudig auf die kleine, starke Pflanze. Winterhart sind auf ihrem kleinen botanischen Anwesen auch Schnittlauch, Blutampfer und Liebstöckel. Die Wurzeln jener Gewächse überstehen die kalte Jahreszeit und erwachen in der Frühlingswärme. CRH
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