10.10.2016, 15:20 Uhr

Gössendorf mischt die Liga auf

Erster mit Gössendorf: Gottfried Janisch (links) und Michael Fras.

Als Außenseiter gestartet, rockt der SV Gössendorf die Unterliga. Kalsdorf muss zu Allerheiligen.

Nur ungern denkt Jörg Schirig, Trainer des Unterligaklubs SV Gössendorf, an den vergangenen Winter zurück. Der Klub war in arger finanzieller Schieflage, zwei Tage vor dem Transferende stand die Kampfmannschaft praktisch ohne Spieler da. Schirgi und Sektionsleiter Dieter Fras hatten in diesen Tagen viel Überzeugungsarbeit zu leisten. Und sie haben es geschafft. Fast alle Kicker haben Gössendorf die Treue gehalten. Als Zehnter konnte mit vereinten Kräften der Klassenerhalt geschafft werden.
Um in der laufenden Saison wieder gemeinsam Vollgas zu geben. Acht Runden sind gespielt, die Schirgi-Elf liegt nach sieben Siegen und einem Remis vier Punkte vor dem Zweitplatzierten. „Es ist natürlich schön, ganz vorne zu sein. Ich sehe es als Lohn für unsere harte Arbeit seit dem besagten Winter. Wir haben eine tolle Mannschaft mit einer Top-Einstellung. Die Stimmung ist freilich auch sehr gut und auch die Charaktere passen sehr gut zusammen“, freut sich der Coach, gemeinsam mit Dieter Fras die richtige Mischung gefunden zu haben.
Die Stimmung ist top, die Fans kommen, da passt es gut, dass diesen Freitag (19 Uhr) in der Gössendorfer Arena das Lokalderby gegen Hausmannstätten ansteht. Klar, dass der Spitzenreiter da seine Führung absichern will. „Freilich sind wir der Favorit. Es ist doch schön, einmal in der Situation des Gejagten zu sein. Aber wird dürfen Hausmannstätten nicht unterschätzen, es wird ein schweres Match“, warnt Schirgi.

Kalsdorf bei Allerheiligen

Ebenfalls am Freitag um 19 Uhr hat Regionalligist SC Kalsdorf seinen nächsten Auftritt. Die Elf von Michael Zisser gastiert im Steirerderby beim Nachbarn Allerheiligen. Zuletzt lief es für den SCK nicht gerade rosig, ein Punkt aus vier Partien ist die magere Ausbeute. „Wir geben alles, nutzen aber unsere Chancen nicht und bekommen zu einfach die Gegentore. Früher war es genau umgekehrt. Ich muss die Mannschaft aber in Schutz nehmen, wir haben acht junge Spieler im Kader und treten entsprechend unroutiniert auf. Für diese Umstände spielen wir wirklich keinen schlechten Fußball“, meint Coach Zisser, der dazu auch noch langfristig auf Matthias Hopfer (Studium in Hamburg) und Luka Frljuzec (Bandscheiben-OP) verzichten muss.
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