07.03.2016, 17:30 Uhr

Unser Mann in Frankreich

Heimo Kump beobachtet für Teamchef Marcel Koller in Frankreich auch EM-Gegner Portugal mit Cristiano Ronaldo.

Heimo Kump aus Hausmannstätten sieht im Auftrag des Teamchefs zumindest sechs EM-Spiele.

Seit mehr als vier Jahren besitzt Heimo Kump, der in Hausmannstätten beheimatete Ex-Kicker und aktuelle Coach von Landesligst Lebring, offiziell die Lizenz als „Fußball-Spion“. Ausgestellt von höchster Stelle, vom ÖFB. In dieser Funktion tourt Kump durch ganz Europa, um für Teamchef Marcel Koller kommende Gegner unter die Lupe zu nehmen. So war er vor und während der EM-Qualifikation für Frankreich auf die Schweden angesetzt und hat Zlatan Ibrahimovic und Kollegen insgesamt 14 Mal unter die Lupe genommen (die WOCHE berichtete exklusiv).
Diesen Part hat Heimo mit Bravour erledigt und ab sofort schaut er EM-Gegner Portugal sowie auch gleich den Walisern, in der Österreich-Gruppe der WM-Quali 2018, auf die Beine.
Fest steht: Es wird ein arbeitsintensives Jahr für den Hausmannstättener, in dem er ausreichend Flugmeilen sammeln wird. Rund geht es erstmals zu Ostern: „Am Gründonnerstag bin bei Wales gegen Nordirland in Cardiff, von dort fliege ich nach Lissabon, wo einen Tag später Portugal Bulgarien empfängt. Und am Dienstag nach Ostern schaue ich das Match Belgien gegen Portugal in Brüssel an“, erklärt der Professor an der HIB Liebenau seine Reiseroute. Ende Mai geht es nocheinmal nach Lissabon, wo Portugal gegen Nordirland kickt, ehe sich der „Spion“ im Dienste des ÖFB akribisch auf die EM vorbereitet. Auch in Frankreich hat Heimo seinen fixen Part: „Von 13. bis 21. Juni bin ich in St. Etienne stationiert und schaue mir dort die EM-Spiele unserer Gegner und möglicher Kontrahenten bei einem Aufstieg an. Auch für die Matches im 60 Kilometer entfernten Lyon bin ich zuständig“, verrät Kump. Im 59.000 Zuschauer fassenden Stade des Lumieres in Lyon gibt er sich die Matches Belgien – Italien, Ukraine – Nordirland und Rumänien – Albanien. In St. Etienne (Stade Geoffroy-Guichard, 35.616 Plätze) stehen die Partien Portugal – Island, Tschechien – Kroatien und Slowakei gegen England auf dem Programm. Ein Programm, um das Kump wohl jeder Fußballfan beneidet, sechs EM-Spiele in acht Tagen.
Dann geht es heimwärts, wie wir alle hoffen, aber nur kurz. Schafft Österreich nämlich den Aufstieg, heißt es für Kump express zurück nach Frankreich, um weitere Gegner auszuspionieren.
Ja, und nach der EM ist vor der WM (-Quali). Dann richtet sich Kumps Hauptaugenmerk wieder auf Wales. Wie lässt sich das alles unter einen Hut bringen? „Es wird sehr arbeitsintensiv. Bei Lebring kann mich Co-Trainer Waschi Kern vertreten. Und in der HIB habe ich mit Josef Müller einen Direktor, der mich sehr unterstützt. Ist mein Engagement beim ÖFB doch auch Beweis für das Knowhow der HIB-Fußballschule Liebenau“, ist Kump überzeugt.
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.