11.08.2016, 14:35 Uhr

Der Stumpf muss weg – Spatenstich für "Webling Neu"

Angepackt: LR Anton Lang (3.v.l.), mit Stadtrat Mario Eustaccio (4.v.l.), Bauherren Günther Lederhaas von "Granit" (5.v.l.) und Anton Tropper (r.) beim Spatenstich. (Foto: Büro LR Lang)

Der Weblinger Kreis wird beginnend mit diesem Jahr rundumerneuert. 2017 soll der Stumpf abgetragen werden.

Seit 15 Jahren steht die Frage im Raum, nun kommt es zur Umsetzung. Heute erfolgte der Spatenstich zum Großprojekt "Webling Neu".
"Das Bauvorhaben ist längst überfällig. Der Verkehrsknotenpunkt hier vom Weblinger Stumpf über die Kärntner Straße ist das Tor zur Stadt und die Brücke ist seit Langem sanierungsbedürftig", meint Verkehrslandesrat Anton Lang. So wird heuer mit den Arbeiten am Weblinger Kreis begonnen, nächstes Jahr soll der Stumpf plangemäß abgetragen werden. "Es standen vier Varianten zur Auswahl: Eine Sanierung des Bestandes, die Abtragung des Stumpfes und eine niveaugleiche Kreuzung mit der Kärntner Straße, eine Unterführung der Kärntner Straße mit Kreisverkehr oder ein niveaufreier Knoten. Aus bautechnischen Gründen entschieden sich Stadt und Land für die zweite Variante", erklärt Landesbaudirektor Andreas Tropper.

Vom Ausbauen zum Abtragen

In einer ersten Bauphase sollen nun erst einmal die Anschlüsse zum Kreisverkehr ausgebaut werden sowie die Vorbereitung für die spätere Ampelregelung vor Ort gesetzt werden. Zwei der drei Fahrspuren werden weiterhin befahrbar bleiben. Zumindest die Verantwortlichen gehen von keinem allzu hohen Verkehrschaos während dieser Zeit aus. In einer zweiten Bauphase ab Jänner 2017 soll dann der Stumpf mitsamt Brücke abgetragen werden, sowie eine Radunterführung und die ampelgeregelte Kreuzung errichtet werden. "Der Weblinger Stumpf ist ein Relikt aus vergangenen Tagen, das neu und modern in die Gegenwart geholt wird. Wir wollen den Verkehrsteilnehmern eine Lösung und keine Übergangslösung bieten", so Tropper. Ursprünglich wurde in den 70er Jahren daran gedacht, die Autobahn A9 oberirdisch auf einer Trasse entlang des Plabutsch quer durch die Stadt Graz zu führen. Nach Widerstand der Bevölkerung blieb lediglich der Weblinger Stumpf als Teilstück zurück.
"Nach dem Südgürtel setzen wir nun gemeinsam mit der Stadt ein weiteres wichtiges Bauvorhaben um", sagt LR Lang. Rund 11,5 Millionen Euro werden in das Projekt investiert. Davon steuert das Land 6,5 Millionen, die Stadt Graz drei Millionen und die Asfinag zwei Millionen Euro bei.


Öffis und Infos

Neben einer Verbindung des Verteilerkreises mittels einer Rampe und sichtsignalgesteurten Kreuzung an die Kärntner Straße wird es auch weiterhin einen Park&Ride-Anschluss mit 250 Stellplätzen geben. "Ein Ausbau des öffentlichen Verkehrs in Graz ist wichtig und kann dadurch gefördert werden", so Stadtrat Mario Eustaccio, der ebenfalls am Spatenstich teilnahm. Insgesamt soll ein besserer Verkehrsfluss in die Stadt durch diese Umbaumaßnahmen gewährleistet werden. Da es dennoch zu Behinderungen oder etwaigen Fragen von Bürgern kommen kann, wurde gleich wie beim Südgürtel eine Info-Hotline eingerichtet. Die Nummer dafür lautet: 0676/8666 0558
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