15.06.2016, 21:47 Uhr

“Eines der außergewöhnlichsten Leben des 20. Jahrhunderts.“

Jeder, der am Abend des 15. Juni 2016 nicht in Graz im Festsaal des Meerscheinschlössl sein konnte, hat wirklich viel versäumt.
Graz: Meerscheinschlössl | Als ich in einer Ankündigung der Buchvorstellung "Die Tänzerin von Auschwitz" den Hinweis las “Eines der außergewöhnlichsten Leben des 20. Jahrhunderts“, dachte ich mir, das ist aber schon hoch gegriffen.

Nach dem Besuche der Veranstaltung kann ich voller Überzeugung sagen, diese Bezeichnung für Rosie Glaser ist mehr als berechtigt. Sie überlebte sieben Konzentrationslager und hat sich einen unbändigen Lebenswillen bewahrt.

Während eines Besuchs im Vernichtungslager Auschwitz entdeckt Paul Glaser einen Koffer – beschriftet mit seinem Familiennamen. Es beginnt die zaghafte Entdeckung der verdrängten jüdischen Wurzeln seiner Familie und der unglaublichen Überlebensgeschichte seiner Tante Rosie, einer temperamentvollen und emanzipierten Tanzlehrerin aus Amsterdam, die ihren Lebensmut gegen den nationalsozialistischen Terror verteidigt.

Aus Rosies Tagebüchern und Briefen setzt Glaser ihre Biographie zusammen – ein authentischer und emotionaler Überlebensbericht, der zugleich vom Kampf zwischen Erinnern und Vergessen in einer Familie erzählt.

Am 15. Juni 2016 erzählte Paul Glaser aus seinem Buch "Die Tänzerin von Auschwitz" in Graz im Meerscheinschlössl, wirklich sehr berührend, sodass vielen Anwesenden die Tränen kamen. Das Hartwig-Eitler-Quartett und die Sängerin Irena Noskova lieferten einen würdigen Rahmen für diese beeindruckende Buchvorstellung.
5
Diesen Mitgliedern gefällt das:
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.