03.09.2016, 11:09 Uhr

Klangvolle Kunst im Schloss Eggenberg

(Foto: ARSONORE – Internationales Musikfest Schloss Eggenberg Graz © WOCHE | Schloss & Park Eggenberg/Universalmuseum Joanneum GmbH)

Das Kammermusikfestival "Arsonore" unter der Leitung von Markus Schirmer lädt noch bis zum 4. September zu einer musikalischen Reise nach Russland.

"Wir sitzen hier im schönsten Konzertsaal", erzählt Harald Haslmayr bei der Konzerteinführung im Planetensaal des Schloss Eggenberg. Nach einem Rundumblick des Publikums gibt es geschlossenes, zustimmendes Nicken und Gesichter, die voller Vorfreude auf den Fazioli Flügel blicken.

Qualitätsgarant Markus Schirmer

Der vielfältige Weltpianist Markus Schirmer begeisterte Graz schon am 24. August auf der Kasemattenbühne mit "Scurdia" (Graz persönlich mit Markus Schirmer und Risgar Koshnaw). Zur Zeit lädt er in das Schloss Eggenberg zum Internationalen Musikfest "Arsonore". Wenn Markus Schirmer ruft, kommen sowohl Künstler als auch Publikum gerne und in Scharen. Das Kammermusikfestival fand 2015 erstmalig statt und war ein großer Erfolg. Auch heuer werden Musik und Literatur durch hochkarätige Künstler interpretiert und laden zu einer musikalischen Reise nach Russland ein.

Auf Reisen gehen

Nach einem gelungenen Auftakt in der Helmut List Halle fand gestern im Schloss Eggenberg das Abendkonzert unter dem Motto "Vom Osten in den Süden" statt. Ausnahmekünstler wie Clemans Hagen (Violoncello), Liliya Nigamedzyanova (Viola), Danjulo Ishizaka (Violoncello), Benjamin Schmid (Violine), Boris Giltburg (Klavier), Philipp Scheucher (Klavier), Yevgeny Chepovetsky (Violine) und Thomas Selditz (Viola) begeisterten neben Markus Schirmer das Publikum mit Werken von Igor Strawinsky und Raritäten von Johannes Brahms und Peter I. Tschaikowsky. Zur Programmauswahl meinte Harald Haslmayr: "Ich dachte mir: Was hat sich der Markus da einfallen lassen, das muss doch ein Fehler sein". Nein, war es nicht, wie Schirmer betonte, denn er mag das Besondere: "Wir haben etwas Seltenes ausgesucht, es gibt nicht viele Gelegenheiten, diese Stücke zu hören."

Voller Einsatz und Begeisterung

Über die "Suite Italienne" und einer im Finale gerissenen Violonchello-Saite (im Publikum hörte man den Kommentar: "Jetzt hat er sein Violonchello ordentlich zerlegt") über das vierhändige Klavierspiel aus "Souvenir de la Russie" bis hin zum fulminanten Streichsextett wurde das Publikum in die Welt Russlands entführt und von den Darbietungen mitgerissen. "Bravo"-Rufe nach dem Konzert zeugten von der Begeisterung der Besucher und Markus Schirmer, der seinen Kollegen gerne die Bühne überlässt, dankte dem Publikum mit den Worten: "Höchstes Kammermusikglück!"

Künstlerischer Nachwuchs

Arsonore begleitet im Rahmen des heutigen Konzerts bei der Reise "Durch Jahrhunderte und Stile" unter anderem mit "Equalis", dem Sieger-Quartett der Kunsthochschule Graz, mit Werken von Ludwig van Beethoven, Sergei Rachmaninow und Mieczyslaw Weinberg. Bei der Matinee am Sonntag um 11 Uhr gibt es die Möglichkeit, "Wunderkind" Emil Weller zu hören. Der neunjährige Pianist wurde bereits im Alter von fünf Jahren in die Begabtenklasse der Kunstuniversität Graz aufgenommen und ist schon Preisträger nationaler und internationaler Auszeichnungen. Alina Fritsch liest dazu aus russischen Märchen - ein ideales Famlienkonzert also. Am Sonntagabend lädt die Reise "Ins Innere" zu einem klassischen Abschluss des Festivals, mit dem Markus Schirmer wieder einmal seine Heimatstadt Graz in den Fokus rückt und sie mit Kunst höchster Qualität verwöhnt.

Karten gibt es noch unter http://www.arsonore.at/tickets
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