15.09.2016, 07:00 Uhr

Lexikon des unnützen Wissens: Namenslos im Vatikan

Heute jubelt man in Nicaragua, Honduras, El Salvador, Costa Rica und Guatemala. All diese mittelamerikanischen Länder feiern heute ihren Unabhängigkeitstag. Es jubeln also die NicaraguanerInnen, die HonduranerInnen, die SalvadorianerInnen (ohne das "El") davor, die Costa RicanerInnen (getrennt geschrieben!) und die - na? Richtig: Die Bewohner von Guatemala nennt man Guamalteken bzw. Guamaltekinnen.

So weit, so leicht. Richtig schwierig wird es mit der richtigen Nationalitätenbezeichnung bei anderen Staaten. So erinnern die BewohnerInnen von Barbados an spezielle Bartscherer, heißen sie doch Barbadier und Barbadierinnen. Selbst mir nicht bekannt ist die Reaktion der BurkinerInnen auf die zuletzt geführte "Burkini"-Verbotsdiskussion - weil nicht einmal ich weiß, ob es in Burkina Faso "Burkini"-Tragerinnen gibt.

Ich weiß dafür, dass man, wenn man auf den Marshall-Inseln was anstellt, ganz leicht Probleme bekommt - dort ist nämlich jeder Bewohner ein Marshaller und jede Bewohnerin eine Marshallerin. Auch ein Inselstaat ist Sao Tomé und Principe (übersetzt "St. Thomas und Prinzeninsel"). Die BewohnerInnen dort sind alle heilig - heißen sie doch Sao Toméer und Sao Toméerinnen.

Übrigens: Alle BewohnerInnen Israels sind Israelis (Einzahl: der/die Israeli), alle von Swasiland sind Swasis (der/die Swasi). Arme Schweine dagegen sind die BewohnerInnen folgender Länder: Faröer-Inseln, Macau, St. Kitts und Nevis, Trinidad und Tobago, Vatikanstadt und Vereinigte Arabische Emirate. Es gibt nämlich keine Nationalitätenbezeichnung für sie, weswegen es statt Vatikanstädter eben Bewohner der Vatikanstadt oder statt Vereinigten Arabischen Emiraterinnen halt Einwohnerinnen der Vereinigten Arabischen Emirate gibt.
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