05.10.2016, 09:10 Uhr

Rudi Lackner und seine Vision vom echten "Disneyland" in Stübing

Neue Visionen für das Freilichtmuseum in Stübing. (Foto: Freilichtmuseum Stübing)

"Wir müssen das Freilichtmuseum in Stübing wachküssen", fordert Unternehmer Rudi Lackner.

Rund 60.000 Besucher kommen jährlich ins Freilichtmuseum Stübing und begeben sich im Grazer Norden sozusagen auf Zeitreise. "Ein Dorf ohne Lärm, ohne Verkehr – so etwas gibt’s wahrscheinlich sonst nirgends mehr", ist auch Rudi Lackner vom idyllischen Kleinod begeistert.
Doch geht’s nach dem Grazer Kult-Gastronomen und Querdenker, schlummert noch riesiges Potenzial im beschaulichen Museumstal. "Wir müssen das Freilichtmuseum in Stübing einfach nur wachküssen", fordert Lackner deshalb. Und der Chef des "Kaiserfeld" hat auch Visionen, wie das eben funktionieren könnte: "Ich beschäftige mich damit schon länger – mir schwebt ein lebendiges Museumsdorf vor. Aktuell spaziert man ja, Veranstaltungen ausgenommen, eher durch ein totes Dorf. Es fehlen meiner Ansicht nach Hotels und Gastronomieeinrichtungen."


Profis an Bord holen

Das Angebot soll natürlich dem Museum angepasst werden. "Regionale Lieferanten, regionales Essen – aber das kann man ja ausweiten bis zu heimischen Textilien, die man dort zum Verkauf anbietet. Den Geist und Charakter von Stübing müsste man halt überall spüren und fühlen. Wir haben in der Steiermark ja auch genug innovative und erfolgreiche Unternehmer, die man da an Bord holen könnte – ich denke etwa an Florian Weitzer und für die Gastronomie an die Familie Reitbauer oder auch Grossauer."
Für Lackner hätte diese Vision auch einen volkswirtschaftlichen Nutzen. "Gerade in Zeiten, in denen Arbeitsplätze immer weniger werden und alles ausgelagert wird, ist die Tourismusbranche eine der wenigen, die man eben nicht verpflanzen kann. Und dies wäre das größte österreichische Tourismusprojekt – mit dem Vorteil, dass es eben schon zu gut 70 Prozent vorhanden ist."


Disneyland & Thermenland

Der Unternehmer ist kein Fantast und sich sehr wohl bewusst, dass so ein Megaprojekt nicht von heute auf morgen umgesetzt wird. "Das dauert Jahre – aber gerade heute braucht’s doch Visionen. Auch das steirische Thermenland ist nicht in zwei Tagen erschaffen worden. Aber hier haben wir die Chance auf eine Art echtes Disneyland – ganz ohne Kitsch, sondern authentisch. Dazu könnte das Land in Stübing endlich auch Einnahmen lukrieren – ohne ständig zuzahlen zu müssen."
10 bis 15 Gastronomiebetriebe und insgesamt 400 Hotelbetten schweben Lackner vor. "Nur zur Klarstellung: Das Museum ist auch jetzt toll, nur holen wir eben nicht das Maximum heraus."

#mitreden

Was haltet ihr vom Vorschlag Rudi Lackners? Ist seine Vision mit Hotels und einem breiten Gastronomieangebot für das Freilichtmuseum überhaupt realistisch? Wie könnte man das Museum sonst noch attraktiver gestalten? Wir freuen uns auf eure Zusendungen. Kommentiert einfach diesen Beitrag oder schreibt uns eine E-Mail an leserbrief@woche.at.
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