03.08.2016, 08:00 Uhr

Siegfried Gruber vom „Opernviertel“ meint: Der Kaiser-Josef-Platz soll zum Hauptplatz des Opernviertels werden!

Kreative Ideen – nicht nur der Kaiser-Josef-Platz, sondern das gesamte Viertel rundherum soll stärker belebt werden. (Foto: Verein Opernviertel)

Siegfried Gruber vom Projekt „Opernviertel“ will für Belebung rund um den Kaiser-Josef-Platz sorgen.

„Es ist ein wunderschöner Platz unter Kastanienbäumen mitten in der Stadt, mit Blick auf die Oper“, meinte Dominic Flik vom „Kaisers smoked BBQ“ letzte Woche über den Kaiser-Josef-Platz und forderte auf, den Platz am Nachmittag stärker zu beleben und weniger als Parkfläche zu nützen (Leserbriefe dazu finden Sie auf beiden Seiten).
Siegfried Gruber vom „Opernviertel“ sieht dies ähnlich und meint, dass erste Schritte zu einer Belebung bereits gesetzt werden. „Mit der Initiative Opernviertel wollen wir die Betriebe rund um die Grazer Oper vernetzen und das Beste aus Handel, Gastronomie, Service und Kultur zu einem attraktiven Mix für Erlebnishungrige machen“, so Gruber. Dabei soll der Kaiser-Josef-Platz eine zentrale Rolle einnehmen. „Wesentlicher Bestandteil unseres Konzepts ist es, den Platz zum Hauptplatz des Viertels zu machen und kontinuierlich mit Events zu bespielen.“ So wie von Gastronom Dominic Flic vergangene Woche gefordert, will die Initiative dies außerhalb der Marktöffnungszeiten forcieren. Dazu wurde auch die Politik bereits eingeschalten. „Stadtrat Eustaccio liegt ein Event-Rohkonzept bis 2017 vor, das er unterstützt“, erklärt Gruber.
Ein Start in diese Veranstaltungsreihe wird heute Abend geboten mit der Ausstellung „Verliebt ins Opernviertel“(18.30 Uhr Opernring 7, Galerie Zimmermann).

Leserbriefe zum Kaiser-Josef-Platz


Feierabendstimmung
Der Artikel letzte Woche spach mir aus der Seele. Oft schon dachte ich mir, wie schön wäre es, wenn der beliebte Kaiser-Josef-Platz den ganzen Tag mit buntem Treiben bzw. wie von Herrn Flik beschrieben, wenigstens zu einem gemütlichen Treiben zur Verfügung stehen würde – und dies am besten das ganze Jahr über! Natürlich gibt es in Graz wenig Parkplätze, aber diese Autos, die Nachmittag dort parken, deren Autobesitzer würden sicher auch gut mit den Öffis dort hinkommen. Dieser Platz strotzt ja nur so vor Leben, natürlich soll am Abend bezüglich Lärm nicht übertrieben werden, sondern, wie schon erwähnt „Feierabendstimmung“ herrschen. Ich bin mir sicher, dass viele Bewohner dieses Viertels (ich selbst wohne am Dietrichsteinplatz) das begrüssen würden und vielleicht lässt sich das behördlich regeln.
(Elke Miedler)

Heiliger Markt
Finger weg vom Kaiser-Josef-Platz! Der Bauernmarkt ist sowieso sakrosankt. Am Nachmittag ist das der einzige Parkplatz (blaue Zone), der eine Gratis-Bim-Anbindung in das Zentrum hat und am Abend ist das der Parkplatz für die Opernbesucher. Es spricht aber nichts dagegen, den Platz am Sonntag für „Events“ zu öffnen. Die Lokale rund um den Platz haben außerhalb der Parkzone genügend Platz für ihre Kunden. Da ist eine Ausweitung weder nötig noch wünschenswert.
(Rainald Schaider)

Andere Toilette
Es bedarf wirklich keiner großen Notwendigkeit auf dem Platz eine Toilette zu installieren. Was fehlt, ist ein Hinweis, dass in der Franz Graf Alle, keine 100 Meter vom Platz entfernt eine sehr schöne, im Jugendstil gebaute Toilette vorhanden ist. Den Platz anders auch zu nutzen, nicht nur für parkende Autos nach Marktende, kann sicherlich begrüßt werden, aber lärmende Skater haben meiner Meinung nach da nichts verloren,
(Michael Zotter)

Ideenreich
Zur Belebung des Kaiser-Josef-Platzes fält mir folgendes ein: 1. Grundsätzlich bitte autofrei – sowohl unter der Woche als auch an Wochenenden. Stattdessen kann man die Garage Einspinnergasse, Garage Hammerlinggasse oder Garage Schlögelgasse nutzen.
2. Man könnte an jedem zweiten Freitag- oder Samstagnachmittag einen Floh-oder Tauchmarkt veranstalten. So könnte man ohne Auto mit Rucksack, per Fahrrad mit Lastenanhänger oder dem guten, alten Leiterwagen kommen und es gäbe kein Chaos und bessere Luft.
3. Da der Markt ja früher Holzmarkt geheißen hat, könnte auch das eine oder andere Werkstück mit interessierten und heimischen Tischlern gemeinsam hergestellt werden.
4. Ein Koch-Studio (mobile Küche) könnte im 14-tägigen Rhythmus angeboten werden, wo jeweils ein Koch – vorwiegend aus „steirischen Gastronomie-Betrieben“ – ein Menü mit steirischen und leistbaren Produkten präsentiert, damit man dies zu Hause nachkochen kann.
5. Monatliche „Lehrgänge“ über die heimische Pflanzen- und Tierwelt könnten von Experten aus diesen Bereichen durchgeführt werden, da es bereits viele Kinder und Jugendliche gibt, die Pflanzen und Tiere nicht mehr kennen und auch nicht mehr sehen, weil sie in der virtuellen Welt leben. Und dies auf einem Bauernmarktplatz bietet sich an.
6. Jeweils sonntags könnte ein netter Brunch/Frühstück mit Konzert im kleineren Stil mit Musikerinnen und Musikern unserer KunstMusikUni auf dem Platz stattfinden.
7. Spielenachmittage mit Gesellschaftsspielen, bei denen Kommunikation und Gemeinsamkeit geübt werden.
8. Lesungen von heimischen Dichtern sowie Comedy-Abende könnten regelmäßig durchgeführt werden.
9. Tanznachmittage oder Kennenlerndinner unter freiem Sternenhimmel wären eine Möglicheit, den Platz zu beleben.
(Elisabeth Hubmer)

Gut so, wie es ist
Kultur gibt es im Grazer Opernhaus, Parkplätze für den Besuch einer Aufführung gibt es zum Glück noch am Kaiser-Josef-Platz! Wäre dem nicht so, würden viele Besucher in den angrenzenden Gassen auf Parkplatzsuche gehen. Als Anrainer weiß man, wie schwer das ist, auch wegen der vielen, großzügig angelegten Schanigärten, die schon genug Parkflächen wegnehmen. Ein Kinderspielplatz oder eine Skatebordfläche könnte man auch im vorderen Teil des Stadtparks errichten. So, wie es im Moment ist, passt es, denn die Wirte am Platz haben genug Raum für Veranstaltungen, die Kulturliebhaber finden ihre Parkplätze und wir Anrainer haben eine kleine Entlastung bei unserem täglichen Parkplatzkampf.
(Thomas Schweinzer)
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