13.07.2016, 10:00 Uhr

So wird Ihr Rad wieder fit: Der WOCHE-Check

Einmal komplett durchchecken: Das Rad von Philip Fürstaller wird von Zoltan Bodi (v.l.) wieder straßenverkehrstauglich gemacht. (Foto: geopho.com)

Diese Dinge gilt es zu beachten, wenn Sie mit dem Rad auf der Straße unterwegs sind:

Wie muss ein Rad aussehen, um straßenverkehrstauglich zu sein? Wir haben den Test gemacht und das Fahrrad von WOCHE-Medienberater Philip Fürstaller durchchecken lassen. Schon auf den ersten Blick stellt der Experte von „B&B Bikes“ in der Theodor Körner Straße fest: Die Kette muss gerichtet werden, die Katzenaugen fehlen, vorne ist kein Rückstrahler montiert und eine Klingel fehlt.

Der Fahrrad-Check
„Zuerst wird grundsätzlich geschaut, ob der Reifenzustand, das Profil und die Kette passen. In dem Fall hier bei diesem Rad müsste das Hinterrad zentriert werden“, meint Zoltan Bodi. Das Problem laut dem Experten ist, dass die Leute ihr Rad oft viel zu spät zur Reparatur bringen. „Wer sein Rad gut pflegt und seine Kette regelmäßig wechselt, spart sich viel Geld.“

STVO-tauglich?
Geld spart sich auch, wer seinen Drahtesel rechtzeitig auf die Straßenverkehrstauglichkeit überprüfen lässt. Ansonsten können für ein fehlendes Katzenauge bei einer Kontrolle schnell einmal zehn Euro abkassiert werden.
„Für die Straßenverkehrstauglichkeit müssen überall die Reflektoren oben sein: zwei Mal zwei auf den Pedalen, zwei Mal zwei auf den Rädern, dann noch hinten ein roter Rückstrahler, vorne ein weißer Strahler und was viele überrascht, auch eine Glocke ist verpflichtend vorgeschrieben“, meint Bodi. „Und wenn es dunkel wird, darf natürlich ein Vorder- und Rücklicht nicht fehlen.“ Ausgenommen von dieser Vorschrift sind Rennräder. „Ein Rennrad unter elf Kilo braucht keine Reflektoren.“

Ergonomisch anpassen
Bei „B&B Bikes“ wird auch ergonomische Radberatung angeboten. „Wir stellen das Rad so ein, dass der Kunde keine Probleme hat.“ Dazu zählt der richtige Sattel-Lenker-Abstand und die passende Sitzhöhe. „Wenn ich vom Lenker runterschaue, darf ich die Nabe nicht sehen“, erklärt Bodi.
Wer dann sein Rad ergonomisch angepasst und straßenverkehrstauglich gemacht hat, dem stehen alle Straßen offen. Eine wichtige, einfache Regel gibt uns Zoltan Bodi noch mit auf den Weg: „Wenn man ein Geräusch beim Rad hört, das nicht dazu passt, dann empfehle ich, nicht zu warten, sondern sofort zur Reparatur zu gehen.“

Fazit des Checks: Das Rad unseres WOCHE-Mitarbeiters ist nach wenigen Stunden in der Werkstätte und 74 investierten Euro in Kette, Kassette, Schaltung, Bremsen, Hinterrad und Rückstrahler wieder straßenverkehrstauglich. Die Kontrollen können also kommen.

STVO-tauglich:
- zwei voneinander unabhängig wirkende Bremsvorrichtungen
- Rückstrahler nach vorne (weiß) und hinten (rot)
- seitliche Rückstrahler oder reflektierende Reifen (in weiß oder gelb)
- Rückstrahler an den Pedalen (gelb) oder an den Pedalkurbeln
- Vorrichtung zur Abggabe von akustischen Warnsignalen wie Klingel oder Hupe
0
Weitere Beiträge zu den Themen
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.