08.06.2016, 10:17 Uhr

Auf die richtige Spur kommt es an

Ausgleich schaffen: Wer regelmäßig läuft, sollte auf eine gute Balance und Stabilität achten. (Foto: Georg Jillich)

Stabilität, Balance und Ausgleich: Zum Laufen gehört weit mehr als das Laufen selbst.

„Wochebewegt.at“ ist unsere neue Plattform für alle Lauffans oder jene, die es noch werden wollen. Diese Woche haben wir dazu mit dem sportwissenschaftlichen Berater Georg Jillich über das Thema Balance gesprochen.

„Beim Laufen hat man eine Flugphase und eine Stützphase. Man muss sein ganzes Bein stabilisieren und in Balance bleiben können“, meint Jillich. Um die eigene Stabilität zu testen, reicht laut dem Experten ein einfacher Test: „Am Rücken am Boden liegend kann ich meine Beine abwechselnd gestreckt heben. Dabei sehe ich, ob eine Seite besser funktioniert als die andere.“ Diese Seite gilt es dann, bewusster zu trainieren. Ein Tipp ist etwa, beim Zähneputzen jeweils auf einem Bein zu stehen. „Das klingt zwar einfach, ist aber sehr effizient.“

Die richtige Spur
Wichtig ist auch die richtige Fußstellung beim Laufen. Diese kann überprüft werden, indem man am Stand geht und dann abrupt stehen bleibt. „Die Beine sollten dann möglichst paralell zueinander sein. So kann ich meine eigene Spur richtig einstellen“, meint Jillich. Außerdem seien Kräftigungsübungen ein guter Ausgleich für Läufer. „Dabei muss ich aber den Zweck meiner Übung beachten. Sit-ups trainieren etwa den Bauch, sind aber in den seltensten Fällen funktionell geeignet. Besser für Läufer sind Übungen mit gerader Wirbelsäule.“ Also Knie beugen, Ausfallschritte machen, einbeinig stehen und einem ausgeglichenen Laufen steht bald nichts mehr im Weg.

Tipps vom Personal Trainer

Ausfallschritte machen
„Der Vorteil eines Ausfallschrittes ist die zielgerichtete Belastung der Beine in Schrittstellung, wie sie bei jedem Laufschritt üblich ist, bei geradem Rücken. Neben einer entsprechenden Kräftigung der Beinmuskulatur können auch die Hüftmobilität, sowie die Stabilisierung des Beckens und des Rückens trainiert werden.“
Die Zehen berühren
„Den sogenannten ‚Toe-Touch‘, also die Zehen aus dem Stand zu berühren, sollte man zu jeder Uhrzeit ohne vorheriges Dehnen schaffen.“
Auf einem Bein stehen
„Wenn ich auf einem Bein stehe, bereite ich dadurch schon eine spezielle Muskulatur aufs Laufen vor. Zum einen durch das leichte Ausgleichen im Sprunggelenk, zum anderen wird das Becken stabilisiert. Ein gesunder Mensch sollte 30 Sekunden lang auf einem Bein stehen können, und zehn Sekunden bei geschlossenen Augen.“

WOCHE bewegt

Mit der neuen Online-Plattform „wochebewegt.at“ gibt die WOCHE den perfekten Überblick über alle Laufveranstaltungen und Lauftreffs in der ganzen Steiermark. Mehr Infos dazu finden Sie unter wochebewegt.at.
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