12.10.2016, 07:30 Uhr

Der Rückkehrer hat noch viel vor

"Nach Jahren im Ausland kann ich unseren Lebensstandard so richtig schätzen", sagt Anton Maresch beim Fototermin im Vapiano. (Foto: Prontolux)

Nach fünf Jahren im Ausland geht Anton Maresch wieder für den UBSC auf Korbjagd.

Bester Werfer am Freitag in der ersten Ligarunde bei der knappen Niederlage gegen Fürstenfeld, zweitbester Werfer beim starken 71:60 in der Unionhalle gegen BC Vienna: Das erste Wochenende von UBSC-Graz-Heimkehrer Anton Maresch hätte durchaus schlechter laufen können.
"Man kann immer besser spielen, aber ganz unzufrieden bin ich natürlich nicht. Dennoch, um einen Punkt gegen Fürstenfeld zu verlieren, das tut trotzdem weh", fasst der 25-Jährige seine ersten Eindrücke nach zwei Bundesligaspielen zusammen. Die letzten Auftritte auf österreichischem Parkett absolvierte der gebürtige Grazer im Dress der Klosterneuburg Dukes im Jahr 2011. Danach wagte Maresch den Sprung ins Ausland und heuerte beim BC Andorra, damals in der dritten spanischen Liga engagiert, an.
Ein nicht alltäglicher Schritt, für den Ex-UBSC-Spieler kam er allerdings zur richtigen Zeit. "Ich wollte raus aus der Komfortzone, auf eigenen Füßen stehen und mich sowohl sportlich als auch menschlich weiterentwickeln."
Für sein Team aus Andorra lief es dann mit dem Aufstieg in Liga zwei auch sehr gut. Um zu weiteren Höhenflügen anzusetzen, wechselte er nach Spanien zu CB Atapuerca. "Mit dem Verein aus Burgos wollte ich mir meinen Traum erfüllen und in die höchste spanische Basketballliga aufsteigen."

Aufstieg verpasst

Aus dem ambitionierten Unterfangen wurde jedoch nichts, obwohl gleich im ersten Jahr die Play-offs gewonnen wurden. "Es hat dann leider auch finanziell nicht für die höchste Spielklasse gereicht." Der Grazer blieb den Spaniern dennoch bis heuer treu, eine weitere Saison in Spanien wollte Maresch dennoch nicht anhängen.
"Ewig in Liga zwei spielen wollte ich einfach nicht. Ein konkretes Erstliga-Angebot war aber nicht dabei, daher ist bei mir der Gedanke an eine Rückkehr immer größer geworden. Außerdem wollte ich unbedingt ein Studium beginnen", sagt der Neo-BWL-Student.

Hohe Ambitionen

Die Kombination aus einer sportlichen Herausforderung gepaart mit dem studentischen Flair seiner Geburtsstadt gab letztendlich den Ausschlag für die Rückkehr nach Graz.
"Ich wohne nur ein paar Gehminuten von der Karl-Franzens-Uni entfernt und die Unionhalle ist auch nicht weit weg. Besser geht’s nicht", lacht Maresch. Eingelebt hat er sich mittlerweile wieder, jetzt gilt die Konzentration dem UBSC. "Ich will mithelfen, den Verein nach den schwierigen Jahren nach vorne zu bringen und auch die jungen Spieler zu führen."
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