15.06.2016, 07:25 Uhr

Ein Abstieg als Neuanfang

Patrick Tendl (r.) und seine Liebenauer schließen die Saison auf Platz sechs ab. (Foto: geopho.com)

Schlusspfiff im Fußballunterhaus: Freud und Leid lagen bei den Grazer Klubs eng beisammen.

Pünktlich zum Beginn der Fußball-Europameisterschaft in Frankreich schließt das steirische Fußballunterhaus bis August seine Pforten. Nach der 26. und letzten Runde heißt es auch für die Grazer Vereine, das abgelaufene Spieljahr wieder Revue passieren zu lassen.
Vor allem im Westen von Graz erwischte es eine regelrechte Unterliga-Institution: Mit dem LUV muss ein echter Traditionsverein den schweren Gang in die Gebietsliga antreten. Ein Sieg im abschließenden Derby gegen Liebenau hätte gereicht, um zumindest den Relegationsplatz zu erreichen. Nach einer 1:0-Pausenführung setzte es für Ex-Gratkorn-Kicker Abu Kanneh und Co. aber noch ein 1:4, der Abstieg war besiegelt.

Ein Neustart muss her

Wer nun aber glaubt, dass der 1959 gegründete Verein die Flinte ins Korn wirft, der irrt. "Fakt ist, wir haben im Herbst zu wenig Punkte gemacht. Im Frühjahr hat es dann kurzfristig gut ausgesehen, die Leistung in den letzten beiden Partien hat leider nicht gereicht. Im Fußball gibt es oft Licht und Schatten. Wir werden uns jetzt in der Gebietsliga neu aufstellen", sagt Obmann Gert Pölderl.
Für die kommende Saison wünscht er sich, dass "unsere talentierte U 17 gemeinsam mit der Kampfmannschaft trainiert. Mit jungen Spielern und einigen Neuzugängen wollen wir guten Fußball zeigen, damit der LUV wieder an vergangene Erfolge anschließen kann."
Austria Puch und Gösting mischten bereits in dieser Saison in der Gebietsliga vorne mit, in der 19. Runde lagen beide Grazer Vereine sogar auf Platz eins. Unmittelbar hinter den Austrianern schloss Gösting die Saison als Fünfter ab. "Wir haben im Frühjahr ohne drei Stammspieler auskommen müssen und dennoch lange vorne mitgespielt. Zudem haben wir vier U-17-Spieler eingesetzt", bilanziert Obmann Johann Zötsch positiv. In der 1. Klasse Mitte A gelang Mariatrost um ein Haar der sofortige Wiederaufstieg. Nur drei Punkte fehlten auf die "Zweier" des GAK. "Wenn man 60 Punkte macht und nicht aufsteigt, ist es schade, dennoch sind wir zufrieden", sagt Coach Thomas Lethmair.

C. Hofer
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