20.04.2016, 09:54 Uhr

"Etwas Freude muss einmal erlaubt sein"

Schont weder sich noch Gegner: Wilson Kamavuaka (r.) ist Sturms Abräumer in der Defensive. (Foto: GEPA)

"Dauerbrenner" Wilson Kamavuaka über Sturms Mini-Serie und das
Schweigen der Kurve.

2.152 Minuten – mehr Spielzeit hat bei Sturm in dieser Saison kein Feldspieler abgespult. Einzig Goalie und Kapitän Michael Esser hat mehr Einsatzzeit auf dem Tacho als Wilson Kamavuaka. Der kongolesische Teamspieler trägt als Stabilisator und Staubsauger auch großen Anteil an Sturms Mini-Serie von drei Siegen in Folge.
"Auch als es schlecht gelaufen ist, hab ich immer gesagt, dass es im Fußball schnell gehen kann – und jetzt fehlen auf einmal nur zwei Punkte auf Platz drei", sagt der 26-Jährige. "Bei uns hebt niemand ab und wir wissen alle die Situation richtig einzuschätzen – es muss aber auch einmal erlaubt sein, sich zu freuen."
Aufs Gemüt drückt natürlich nach wie vor das Schweigen der schwarz-weißen Fankurve. "Wenn das Spiel läuft, bist du so fokussiert, dass du das eigentlich nicht mitbekommst – aber vor und nach dem Match registrierst du das natürlich", ist Kamavuaka ehrlich. "Aber wir können es scheinbar ohnehin nicht beeinflussen. Ich kann ehrlich gesagt, auch nicht beurteilen, worum es geht. Aber unsere Führungsspieler wie Esser oder auch Ehrenreich sprechen mit jenen Leuten, mit denen in der momentanen Situation eben Gespräche zu führen sind – klar ist auch, dass den Fans, die aktuell diesen Gegenwind erzeugen, der Verein ganz offensichtlich schwer am Herzen liegt. Und das macht ja auch einen Klub wie Sturm aus."

Verbleib offen

"Willi" kann sich deshalb auch sehr gut einen Verbleib in Graz vorstellen – Gespräche, ob Sturm die Option auf eine Verlängerung seines auflaufenden Vertrages zieht, hat’s laut Kamavuaka aber noch nicht gegeben. "Das ist momentan noch offen – es gibt aktuell aber auch viel Wichtigeres. Ich konzentriere mich ohnehin nur auf das, was ich direkt beeinflussen kann."
Zum Beispiel, dass es am Sonntag in Wien gegen Rapid mit dem vierten Sieg en suite klappt. "Die haben auch alle nur einen Kopf und zwei Beine – sind keine Übermenschen und absolut schlagbar!" Auf große Prognosen fürs Saisonfinale lässt er sich nicht ein. "Einfach zum Schluss alles geben und dann wird abgerechnet."
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