06.04.2016, 07:19 Uhr

"Für das Kicken ist man nie zu jung"

"Wenn ein Kind am Ball sitzt, hinterfrage ich mich!" - Thomas Raffl will, dass sich alle seine Kids bewegen und Spaß haben. (Foto: KK)

Mit drei Jahren, da fängt das (Fußball-)Leben an: In der Fußballschule Raffl sind alle "Minis" richtig.

Die von der WOCHE initiierte Wahl zum Nachwuchstrainer des Jahres biegt in die Zielgerade ein: Nur noch bis 18. April kann für die Übungsleiter der Kampfmannschaftsspieler von morgen abgestimmt werden. Im Gebiet Graz liegt aktuell Georg Gesselbauer vom Grazer Sportclub in Führung.
In der legendären "Gruabn", mittlerweile Heimstätte des GSC, werden aber nicht nur Jugendteams aller Altersklassen trainiert, auch die Kleinsten der Kleinen bevölkern in großen Zahlen den ehrwürdigen Platz. Dafür verantwortlich zeichnet nicht zuletzt Thomas Raffl, der in seiner Fußballschule Kids schon ab dem Kindergartenalter in möglichst spielerischer Form an die "schönste Nebensache der Welt" heranführt.

Eigene Ideen verwirklichen

"Nachdem mein Sohn Alessandro auf die Welt gekommen ist, wollte ich für ihn einen Verein suchen, wo er sich schon in jungem Alter spielerisch ans Kicken gewöhnen kann. Leider waren die Angebote im Großraum Graz für mich nicht zufriedenstellend. Da kam der Gedanke, eine eigene Fußballschule zu schaffen", erinnert sich der ehemalige ÖFB-Nachwuchsteamspieler (U15, U16, U17) an die Anfänge zurück.
Mittlerweile geht seine Schule bereits in das zehnte Jahr. Der Zustrom an "Minis", die an den drei Standorten Graz, Stattegg und Sinabelkirchen zwei Mal die Woche trainieren, ist ungebrochen.

Tanz auf vielen Hochzeiten

Einen Grund für den Erfolg sieht Raffl in seiner Interpretation von Kinderfußball.
"Die Schule ist die Basis für spätere Einsätze in Jugendklassen und Kampfmannschaften. Punkte und Siege stehen in dieser Phase nicht im Fokus, umso wichtiger sind Bewegungslehre, Motorikübungen und die Entwicklung von Freude am Spiel. Jeder Spieler soll einmal jede Position gespielt haben", sagt der gebürtige Judenburger, der in seiner Fußallvergangenheit unter anderem mit Emanuel Pogatetz, Christoph Leitgeb und Johnny Ertl die Kickschuhe geschnürt hat.
Neben der Fußballschule ist der Kreativgeist, der übrigens nicht mit Eishockeycrack Thomas Raffl verwandt ist, auch beim SK Sturm im Bereich des Kinderfußballs engagiert und tritt auch noch als Organisator von internationalen Turnieren auf, bei denen schon Jugendteams von Dortmund, Bayern oder dem AC Milan begrüßt wurden. Dazu kommen noch jede Menge Fußballcamps (siehe unten). "Es kann nie genug Arbeit sein. Ich bin dadurch selbst noch ein bisschen Kind geblieben."

Fußball-Camp-Termine Steiermark

11.-15. Juli: Krieglach, 18.-22. Juli: Weiz/Krottendorf, 25.-29. Juli: Graz, 1.-5. August: Rottenmann, 8.-12. August: Hinterberg, 13.-17. August: Fohnsdorf, 18.-21. August: Sinabelkirchen. Infos: www.fussballschule-raffl.at

C. Hofer
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