11.05.2016, 11:07 Uhr

Graz will jetzt nach ganz oben

Anknüpfen an goldene Zeiten: Handball-Legende Sandor Vass hofft auf einen HSG-Aufstieg. (Foto: GEPA)

Eine Legende drückt die Daumen: Grazer Handball-Legende Sandor Vass hofft auf einen HSG-Aufstieg.

Wenn die ASKÖ-Halle bebt, die Zuschauer Finalgesänge anstimmen und ihr Team feiern, ja dann scheint Graz wieder Kurs auf die große österreichische Handball-Landkarte zu nehmen. Nach dem heroischen 27:25-Heimsieg gegen Hollabrunn ist seit vergangener Woche gewiss: Die HSG Graz steht im Play-off-Finale gegen Ferlach, der Sieger steigt in die Handball Liga Austria auf.
Gern denken in Zeiten wie diesen altgediente Fans an die glorreichen 80er-Jahre zurück, als an der Mur Handball-Erfolge auf der Tagesordnung standen. Gleich sechs Mal kürte sich der ATSE Waagner Biro Graz im Zeitraum zwischen 1982 und 1990 zum Meister. Mitverantwortlich für die Hochphase an der Mur war nicht zuletzt Sandor Vass. Die ungarische Legende war Dreh- und Angelpunkt im Spiel der Grazer. Gern erinnert sich der heute 69-Jährige an damals zurück.

Handball-Hochburg Graz

"Es war ein unglaublicher Spirit in der Mannschaft, wir sind quasi von Jahr zu Jahr stärker geworden", sagt Vass über den damaligen Teamgeist. Beim Gedanken an den Fanzuspruch lächelt der zweimalige Olympiateilnehmer. "1.200 bis 1.500 Zuschauer in der Halle waren keine Seltenheit. Besonders schön war, wenn die Leute nach dem Spiel mit uns gefeiert haben. Der Kontakt mit den Fans war einmalig!"
Dass das Grazer Publikum auch knapp 30 Jahre später nach Erfolgen lechzt, konnte man im Play-off-Spiel gegen Hollabrunn erahnen. "Umso wichtiger wäre es, wenn die HSG den Aufstieg schafft", sagt Vass, der immer bestens über das aktuelle Geschehen informiert ist. "Mein Sohn spielt beim HSC Graz, zudem bekomme ich von HSG-Manager Michael Schweighofer immer die letzten Infos."

Pajovic als Leitfigur

Das erste Finalspiel am 21. Mai kann Vass nicht live mitverfolgen, die Daumen drückt er dennoch. "Ales Pajovic ist ein starker Spieler, er kann das Team als Coach nach oben führen. Ich würde mir wünschen, dass Graz endlich wieder ganz oben mitspielt! Das Zeug dazu hat die Mannschaft auf jeden Fall."

Christoph Hofer
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